Verdi + Amazon, Sportfits, Farfetch, Delivery Hero, Getir, IT-Kollektivvertrag, Temu, Barrierefreiheit, Salesforce + Alibaba

Verdi + Amazon, Sportfits, Farfetch, Delivery Hero, Getir, IT-Kollektivvertrag, Temu, Barrierefreiheit, Salesforce + Alibaba

Handels-News des Tages: Aktuelles zu Verdi + Amazon, Sportfits, Farfetch, Delivery Hero, Getir, IT-Kollektivvertrag, Temu und weiteren Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Verdi bestreikt Amazon in Winsen
Die Gewerkschaft Verdi hat die 2.000 Beschäftigten des Amazon-Verteilzentrums in Winsen (Luhe) zu einer 28-stündigen Arbeitsniederlegung aufgerufen, die am Sonntag um 19.30 Uhr begann. Winsen ist eines von vier Verteilzentren in Niedersachsen, in dem täglich rund 200.000 Pakete umgeschlagen werden. Die Gewerkschaft fordert Amazon auf, die Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels anzuerkennen und die Beschäftigten gerade im Weihnachtsgeschäft zu entlasten und besser zu bezahlen. Wie NDR.de berichtet, hat es nach Angaben von Amazon bisher keine Einschränkungen durch die Streiks gegeben.

Ab dem 14. Februar 2024 startet die Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 15. Dezember 2023

Sportfits wird Teil von Sport 2000
Der Passauer Online-Shop Sportfits schließt sich dem Handelsverbund Sport 2000 an und stärkt damit laut Fashionunited.de „digitale Innovationen im Sportfachhandel“. Die international tätige Sport-Einkaufs- und Marketingkooperation Sport 2000 hat in Deutschland und der Schweiz rund 1.000 Mitglieder, die 1.400 Fachgeschäfte betreiben. Sportfits hat vor kurzem ein neues automatisiertes Lager in der neuen Firmenzentrale eröffnet und konnte dadurch seine Versandmenge verdreifachen, Morning Briefing berichtete.


HANDEL INTERNATIONAL

Coupang übernimmt wahrscheinlich Farfetch
Der südkoreanische Onlinehändler Coupang will zusammen mit einem Investmentpartner das Geschäft und die Vermögenswerte von Farfetch übernehmen, meldet Forbes.com. Eine entsprechende Vereinbarung, auch mit den Gläubigern der hoch verschuldeten Luxusmode-Plattform, sei bereits unterzeichnet worden. Sollte die Übernahme gelingen, werden Farfetch Brückenkredite in Höhe von 500 Millionen Dollar zugesagt. Die finanziellen Probleme waren bereits am 28. November deutlich geworden, als die Präsentation der Geschäftszahlen für das dritte Quartal überraschend abgesagt wurde.

Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen

Delivery Hero baut sein Personal ab
Delivery Hero baut in Berlin und an anderen internationalen Standorten Personal ab und schließt seine Technologiezentren in Istanbul und Taipeh. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter steht noch nicht fest. „Um ein wirtschaftlich nachhaltiges und profitables Unternehmen aufzubauen […] mussten wir die Effizienz im gesamten Unternehmen steigern“, schrieb CEO Niklas Östberg in einer E-Mail an Techinasia.com. Erst kürzlich hatte sich das Unternehmen aus Vietnam zurückgezogen, wie Morning Briefing berichtete, und seit September kursieren Gerüchte über einen möglichen Verkauf des gesamten südostasiatischen Geschäfts.

Getirs Übernahme von Fresh Direct abgeschlossen
Das türkische Start-up Getir, das in Deutschland den konkurrierenden Lieferdienst Gorillas übernommen hat, führt nun auch Fresh Direct in seinem Portfolio, berichtet Fruchtportal.de. Fresh Direct ist ein Unternehmen mit 20 Jahren Erfahrung, das im Großraum New York direkt mit Landwirtschafts- und Lebensmittelbetrieben zusammenarbeitet, um seine Kunden meist wöchentlich mit frischen Lebensmitteln zu beliefern. Getir hatte sich im Sommer aus mehreren europäischen Ländern und einigen deutschen Großstädten zurückgezogen, konnte aber im September in einer neuen Finanzierungsrunde 500 Millionen Dollar Kapital einsammeln.

Amazon wirbt in China um Händler
Auf einer Großveranstaltung in Shenzhen kündigte Amazon die Einrichtung eines Innovationszentrums im Technologiepark im Süden der Stadt an. Dort will das Unternehmen laut Scmp.com seine Expertise für Industrie und Handel bündeln, um chinesische Händler beim „Aufbau von Marken, der Produktförderung und der Digitalisierung von Prozessen“ zu unterstützen. Auch die Nutzung von Amazons Liefernetzwerken, einschließlich Lagerung, Lieferung und Kurierdiensten, stünde chinesischen Drittanbietern zur Verfügung. Nachdem Amazon 2021 vehement gegen gefälschte Rezensionen vorgegangen ist und 600 chinesische Händler vom Marktplatz verbannt hat, sind die Unternehmen verunsichert. Die Kampagne „Made in China, sold on Amazon“ soll das Handelspotenzial wiederbeleben.

Verhandlungen zum IT-Kollektivvertrag erst wieder im Januar
Wie im österreichischen Handel kam es auch in der IT-Branche zu keinem Abschluss im Kollektivvertragskonflikt, so Nachrichten.at. Die Gewerkschaft GPA lehnte das nachgebesserte Angebot der Arbeitgeber von 6,25 Prozent Lohnerhöhung ab, da es unter der diesjährigen Inflationsrate von 7,75 Prozent liegt. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 15. Januar sind Betriebsrätekonferenzen geplant. Bei einem neuerlichen Scheitern will die GPA „gewerkschaftliche Maßnahmen“ in Erwägung ziehen. In der IT-Branche sind österreichweit rund 90.000 Menschen beschäftigt.

Temu hat zwei Prozent Marktanteil in Deutschland
Die Low-Cost-Plattform Temu der chinesischen PDD Holding ist im April dieses Jahres in Deutschland gestartet und hat bereits einen Anteil von zwei Prozent am gesamten Online-Markt. In den USA, wo der Start bereits 2022 erfolgte, hat sich das Unternehmen bereits 17 Prozent des Non-Food-Discountmarktes gesichert, berichtet Textilwirtschaft.de. In den USA und Deutschland ist Temu die kostenlose App mit den meisten Downloads. Die chinesische Konkurrenz hat derweil zu kämpfen: Das Ochama-Konzept von JD.com scheint nicht aufzugehen, Gründer Richard Liu bezeichnete sein Unternehmen als „aufgebläht und ineffizient“. Alibaba wiederum tut sich an der Börse schwer: Weit entfernt vom Höchststand von 260 Euro ist der Aktienkurs in diesem Jahr auf unter 70 Euro gefallen.


Barrierefreiheit im Onlinehandel: Mehr als eine gesetzliche Verpflichtung
Ein inklusives Internet ist wichtig für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit motorischen und kognitiven Einschränkungen – und wird ab 2025 Pflicht. Was genau das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für Onlinehändler bedeutet und warum sie es auch als Chance begreifen sollten, erklärt Tobias Kaiser von der Hamburger Agentur For Sale Digital in einem Gastbeitrag für Etailment.

Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen

Salesforce und Alibaba Cloud vertiefen Zusammenarbeit
Alibaba Cloud hat die sofortige Verfügbarkeit neuer Tools für das Kundenbeziehungsmanagement von Salesforce angekündigt. Dabei handelt es sich um Salesforce Sales Cloud, Service Cloud und Salesforce Platform, die nun auch chinesischen Unternehmen zur Verfügung stehen. Integriert sind exklusive Funktionen für den chinesischen Markt wie die Anbindung an die wichtigsten chinesischen Social Media- und Messaging-Plattformen, wie Alibaba in einer Pressemitteilung erklärt.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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