3D-Illustration zu Bürokratie, Steuern, Schultüten und Handel als moderne Symbolgrafik
© Black Forest Labs / Flux

Youtube, Gründer + Bürokratie, Steuererhöhung, Morgan’s Retail, österreichische Schultüten, Duolingo, Amazon, digitale Kinderstube

Aktuelle E-Commerce-News: Youtube, Gründer + Bürokratie, Steuererhöhung, Morgan’s Retail, österreichische Schultüten und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Webinar: Wie digitale Kassenbons die personalisierte Ansprache verbessern
Wie lässt sich der digitale Kassenbon gezielt zur personalisierten Kundenansprache im stationären Handel nutzen? Individuell zugeschnittene Werbung hat großen Einfluss auf Kaufentscheidungen. REMIRA zeigt, wie aus der Filiale heraus App-Downloads, Newsletter-Anmeldungen & Co. messbar gesteigert und mit Kampagnen verknüpft werden.

HANDEL NATIONAL

Youtube wichtigster Ratgeber bei Gesundheit & Finanzen
Bei Gesundheit und Finanzen lassen sich zehn Prozent der deutschen Social-Media-Nutzer auf Youtube beraten, zitiert Retail-News.de den Social-Media-Atlas 2025. Fernsehen, Facebook oder Online-News erreichten acht, Zeitungen oder Instagram nur sieben Prozent. Zwei Drittel der Generation Z suchten Gesundheitsberatung auf der Videoplattform – sieben Prozent kauften mehr als fünf Mal jährlich, was ihnen Influencer empfehlen. Dr. Roland Heintze von der PER Agency warne Unternehmen davor, diese Präsenz Scharlatanen zu überlassen. Es gelte einen Imageschaden der ganzen Branche zu vermeiden.

eBay OPEN 2025 – Insights, Networking & mehr am 25.9. in Berlin
Am 25. September 2025 ist es wieder soweit: eBay Deutschland lädt zur eBay OPEN 2025 – dem größten Community-Event des Jahres für gewerbliche Verkäufer*innen. In diesem Jahr findet das Event im BrewDog DogTap Berlin statt – einem einzigartigen Veranstaltungsort, der wie gemacht ist für Austausch, Wissenstransfer und Feierstimmung. Von 9:30 bis 22:00 Uhr erwartet die Teilnehmenden ein inspirierender Tag voller Impulse, Vernetzung und spannender Einblicke in die Zukunft des E-Commerce.
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Bürokratie hemmt den Gründungswillen
In Deutschland fehlt es laut einer Umfrage von Ebay und Civey nicht an Gründungswillen, sei es wegen der höheren Selbstbestimmung (56 Prozent), der Freude an der Tätigkeit (36 Prozent) oder der Selbstverwirklichung (34 Prozent). Doch die Hemmschwellen seien hoch: Besonders Bürokratie (48 Prozent), finanzielle Risiken (41 Prozent) und rechtliche Probleme (30 Prozent) erschwerten den Schritt in die Selbständigkeit. 86 Prozent bräuchten Unterstützung bei rechtlichen Fragen, 78 Prozent bei der Finanzierung und 68 Prozent beim Netzwerken.

Handelsverband warnt vor Steuererhöhungen
Der Handelsverband Deutschland kritisiert in einer Mitteilung Bundesfinanzminister Lars Klingbeils Steuererhöhungspläne. Höhere Steuern würden den ohnehin schwächelnden Konsum zusätzlich ausbremsen; die Verbraucherstimmung stocke nach einer kurzen Aufhellungsphase bereits wieder. Eine Vermögensteuer treffe besonders mittelständische Händler hart, da deren Privatvermögen oft gleichzeitig Unternehmensvermögen darstelle. Statt neuer Belastungen brauche Deutschland Entlastungen, um den Aufschwung nicht zu gefährden.


HANDEL INTERNATIONAL

E-Commerce macht über 16 Prozent des US-Handels aus
Der amerikanische E-Commerce erreichte im zweiten Quartal einen Anteil von 16,3 Prozent aller Handelsumsätze und übertreffe damit das Wachstum des stationären Handels, berichtet Pymnts.com. Die Online-Umsätze seien auf über 304 Mrd. Dollar gestiegen, was einem Jahreswachstum von 5,3 Prozent entspreche. Die wichtigsten Kategorien blieben Bekleidung und Handelswaren mit beinahe 54 Mrd. Dollar Umsatz, gefolgt von Möbeln, Baumaterialien und Elektronik mit 30 Mrd. Dollar und Autos und Ersatzteilen mit 17 Mrd. Dollar. Exemplarisch sei der Prime Day: 52 Prozent der US-Konsumenten kauften für durchschnittlich 360 Dollar ein, zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Morgan’s Retails Offline-Online-Shop
Morgan’s Retail eröffnet später im Jahr in Brooklyn den ersten vollständig KI-gesteuerten Laden ohne Waren, berichtet Soyacincau.com. Kunden würden virtuelle Kataloge durchsuchen statt physische Regale, während im Hintergrund smarte Technologien die Preise dynamisch anpassten und die virtuelle Raumaufteilung in Echtzeit optimierten. Auch die Sicherheit und die Reinigung liefen automatisiert, selbst der Strom solle aus den Schritten der Shopper gewonnen werden. Ungeklärt sei noch die Frage, wie Kunden ihre Einkäufe erhalten – vermutlich per Versand wie beim klassischen Online-Shop. Für den muss man nicht einmal das Sofa verlassen.

Österreichs Schultüten werden stationär gefüllt
Österreichs Familien wollen heuer 126 Euro in ihre frischgebackenen ABC-Schützen investieren, so Handelsverband.at. Das ist ein Viertel mehr als im vergangenen Jahr. Dazu besuchen sie bevorzugt Papiergeschäfte und den Buchhandel (68 Prozent) und greifen nur zu 29 Prozent zu Maus und Tastatur. Die Einschulungskaufliste liest sich pragmatisch: Schreibwaren (44 Prozent), Hefte und Blöcke (32 Prozent) und Bastelbedarf (30 Prozent). Deutlich seltener werden Spiele (12 Prozent) und Tablets oder Laptops (10 Prozent) in die Schultüte gestopft.

KI schadet und nutzt Duolingo
Die Sprachlern-App Duolingo kämpft trotz 116 Mio. monatlicher Nutzer mit ihrem schlingernden Börsenkurs, meldet Blick.ch. Dieser sei von Mai bis August um fast 40 Prozent auf 327 Dollar abgestürzt. Zwar habe das Unternehmen, das seine Inhalte künftig vermehrt mit künstlicher Intelligenz erzeugen wolle, ein Rekordjahr zu verzeichnen, doch auch die Konkurrenz spreche KI: Google Translate plane eine Sprachlernfunktion und ChatGPT habe in einer Demonstration bewiesen, dass sich Nutzer künftig ähnliche Apps selber gestalten könnten.

An der Börse verliert Amazon das KI-Rennen
Amazon gerät im KI-Rennen der Tech-Giganten ins Hintertreffen und notiert mit Rekordabschlag zum Nasdaq 100, berichtet Finanzmarktwelt.de. Die Aktie stagniere bei 5,5 Prozent Jahresplus, während der Index 13 Prozent zulege. Amazons Cloud-Sparte AWS wachse mit 17 Prozent deutlich langsamer als Microsofts Azure mit 39 Prozent oder Google Cloud mit 32 Prozent. Wall-Street-Profis sähen die traditionelle Geschäftsvielfalt plötzlich als Ballast, da Investoren „reine“ KI-Investments bevorzugten.

Euroraum-Inflation verharrt bei zwei Prozent
Die Inflation im Euroraum verharrte im Juli bei zwei Prozent und erreichte damit erneut das Zielwert-Niveau, meldet Eurostat. Vor einem Jahr seien noch 2,6 Prozent zu verzeichnen gewesen. Während Zypern mit 0,1 Prozent kaum Preissteigerungen verzeichne, kämpfe Rumänien mit einer Teuerungsrate von 6,6 Prozent. In 13 EU-Mitgliedstaaten sei die Inflation gestiegen, in acht gefallen.


In 95 Prozent der Unternehmen ist KI wirkungslos
95 Prozent der in einer MIT-Studie untersuchten Unternehmen verzeichnen durch die Implementierung von KI keine Auswirkungen auf ihre Gewinn- und Verlustrechnung, berichtet Techradar.com. Die erfolgreichen fünf Prozent seien vorwiegend junge Start-ups, die schon mit der neuen Technologie an den Start gingen. So fließe bei vielen Unternehmen das Gros des KI-Budgets in Vertrieb und Marketing, obwohl die Back-Office-Automatisierung am profitabelsten wäre. Allgemein läge der Schüssel zum Gelingen in Spezialisierung: Beispielsweise wären externe KI-Anbieter drei Mal erfolgreicher als unternehmensintern entwickelte Modelle.

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500 Euro Budget für die digitale Kinderausstattung
Eltern investieren durchschnittlich 503 Euro jährlich in die digitale Ausstattung ihres Nachwuchses, ermittelte eine Bitkom-Befragung. Geräte wie Smartphones und Laptops schlagen dabei mit 362 Euro zu Buche, während Mobilfunkverträge, Apps und Spiele weitere 141 Euro kosten. Ab dem 13. Lebensjahr schnellen die Hardware-Ausgaben drastisch nach oben: Statt rund 300 Euro bei Grundschülern bezahlen Eltern von Teenagern über 430 Euro für die technische Ausstattung.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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