Zalando + Saleor, Versand, Teamviewer, Bewertungen, Sofortüberweisungen, Alibaba, Lyft, Digitalstrategie, KI-Chatbots, Dall-E, Beni

Zalando + Saleor, Versand, Teamviewer, Bewertungen, Sofortüberweisungen, Alibaba, Lyft, Digitalstrategie, KI-Chatbots, Dall-E, Beni

E-Commerce kompakt: Aktuelle News zu Zalando + Saleor, Versand, Teamviewer, Bewertungen, Sofortüberweisungen, Alibaba, Lyft und weiteren Themen des Tages.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Zalando beteiligt sich bei Saleor
Die polnische Open-Source-E-Commerce-Plattform Saleor hat sich in einer neuen Finanzierungsrunde 7,4 Mio. Euro gesichert. Zu den Investoren gehört auch Zalando, das erst im Oktober Zeos gestartet hat, berichtet Ecommercenews.eu. Das „Zalando E-Commerce Operating System“ ermöglicht es Drittanbietern, ihr Multichannel-Geschäft in ganz Europa über eine integrierte Fulfillment-Plattform abzuwickeln. Zeos könnte also in Zukunft ein Angebot im Checkout von Saleor-Shops werden.

Nur vier Prozent der Onlinehändler versenden kostenlos
78 Prozent der Online-Händler sehen in den Logistikkosten den entscheidenden Kostentreiber. Bei einem Drittel liegen sie bei bis zu fünf Euro, bei 41 Prozent bei bis zu 25 Euro und bei acht Prozent sogar darüber. Den Kunden werden von 85 Prozent zwischen zwei und zehn Euro in Rechnung gestellt. Nur vier Prozent der für die EHI-Studie „Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2023“ befragten 81 namhaften Online-Händler aus der DACH-Region verlangen keine Versandkosten. Für drei Viertel ist die Liefergeschwindigkeit das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Logistikdienstleisters: Bei sieben Prozent dauert die durchschnittliche Lieferung 24 Stunden, bei 61 Prozent bis zu zwei Werktage und bei 28 Prozent bis zu fünf Tage.

39 Prozent fühlen sich im Onlinehandel fair behandelt
39 Prozent der Deutschen fühlen sich bei Online-Angeboten fairer behandelt als bei Angeboten vor Ort, aber 33 Prozent empfinden das Gegenteil, so der Bitkom in einer Pressemitteilung zum Safer Internet Day. Diese Zahlen seien ein Indiz dafür, dass Verbraucherschutzmaßnahmen wie das Digitale Servicegesetz unfaire Praktiken wie Datenmissbrauch, intransparente Werbung, Endlos-Scrolling und Autoplay bereits deutlich eingeschränkt hätten. Nun gelte es, einen effektiven Rechtsrahmen zu schaffen und – auch angesichts von KI – das Verbraucherrecht einem „digitalen Fitness-Check“ zu unterziehen.

Teamviewer setzt sich ehrgeizige Ziele
Nachdem Teamviewer im Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatzplus von elf Prozent auf 626,7 Mio. Euro und einer bereinigten Ebitda-Marge von 42 Prozent seine Ziele übertroffen hat, setzt sich das Göppinger Unternehmen laut Wallstreet-Online.de ehrgeizige Ziele. Die Gewinnmarge soll 2024 um ein weiteres Prozent steigen, der Umsatz zwischen sieben und elf Prozent zulegen und durch die Reduzierung der Sponsoringkosten bei Manchester United sollen 17,5 Mio. Euro eingespart werden.

Wer mit Bewertungen wirbt, muss ihre Echtheit belegen können
Ein Düsseldorfer Rechtsanwalt hatte laut Beck.de auf Facebook mit äußerst positiven Bewertungen geworben, diese mit Likes versehen und kommentiert. Dies führte zu einer Abmahnung durch einen Kollegen, der durch Recherchen zu dem Ergebnis gekommen war, dass die Bewertungen nicht von Mandanten stammten und gefälscht seien. Zwar wurden die Beitrage dann gelöscht, aber keine Unterlassungserklärung abgegeben. Das Gericht bejahte zwar nur eine Irreführung, keine Fälschung, gab aber dem Kläger insoweit Recht, als es dem Beklagten nicht gelungen war, zu belegen, dass die Bewertungen von Mandanten stammten. Das Mandatsgeheimnis diene auch nicht als Argument, da die Bewertenden unter bürgerlichen Namen aufgetreten seien.


HANDEL INTERNATIONAL

Sofortüberweisungen werden Pflicht in der EU
Das EU-Parlament hat mehrheitlich einer Verordnung zugestimmt, die die Mitgliedstaaten im November erarbeitet hatten, berichtet Finanznachrichten.de. Sofortüberweisungen, die von der Überweisung bis zur Gutschrift nicht länger als zehn Sekunden dauern dürfen, müssen von allen Banken angeboten werden und dürfen die Gebühren für herkömmliche Überweisungen nicht übersteigen. Wenn die EU-Länder zustimmen, haben die einzelnen Staaten zwölf Monate Zeit, die Verordnung umzusetzen.

Alibaba enttäuscht Erwartungen
Die Alibaba Group hat die Zahlen für ihr drittes Geschäftsquartal vorgelegt, das am 31. Dezember endete. Pro Aktie wurden 2,37 Yuan verdient, deutlich weniger als im Vorjahresquartal und weniger als die erwarteten 2,39 Yuan. Der Umsatz lag bei 260,3 Mrd. Yuan, prognostiziert waren 260,7 Mrd. Yuan. Der Gewinn fiel mit 14,4 Mrd. Yuan um 77 Prozent niedriger aus als im Vorjahr, so Finanzmarktwelt.de. Um den Aktienkurs zu stützen, wurde das Aktienrückkaufprogramm um weitere 25 Mrd. Dollar aufgestockt und bis März 2027 verlängert.

Lyft führt Mindest-Zahlungsgarantie ein
Die Mitfahr-App Lyft, mit einem Marktanteil von 39 Prozent direkter Konkurrent von Uber, führt eine Zahlungsgarantie für ihre Fahrer ein, berichtet Fastcompany.com. Bei jeder wöchentlichen Abrechnung sollen nun – nach Kosten wie Steuern, Flughafen- und Parkgebühren sowie Kfz-Versicherung – mindestens 70 Prozent der von den Fahrgästen bezahlten Gebühren garantiert ausgezahlt werden. Obwohl die Quote im Durchschnitt bei 88 Prozent liege, verdienten rund 15 Prozent der Fahrer weniger als diese 70 Prozent. Im US-Durchschnitt verdient ein Lyft-Fahrer pro Stunde 23,46 Dollar nach Kosten – wenn er fährt. Das Warten auf Aufträge wird nicht bezahlt.


Bund beschließt internationale Digitalstrategie
Das Bundeskabinett hat eine neue internationale Digitalstrategie beschlossen, berichtet Faz.net. Man wolle sich stärker in internationalen Gremien engagieren, die die technologischen Standards von morgen definieren, wie etwa die sechste Mobilfunkgeneration. Außerdem setzt man auf Technologiepartnerschaften mit demokratischen und gleichgesinnten Partnern, um die Menschenrechte im Netz zu wahren und den Zugang zu einem freien Internet ohne Zensur zu sichern.

Unternehmenseigene KI-Chatbots: Schneller Zugriff auf das Firmenwissen
Mercedes-Benz hat einen, DM auch: In den vergangenen Monaten haben verschiedene Unternehmen eigene KI-Chatbots nach Vorbild von ChatGPT für ihre Mitarbeitenden eingeführt. Damit soll Firmenwissen leichter zugänglich sein. Etailment.de zieht eine Zwischenbilanz.

Bilder von Dall-E bekommen Wasserzeichen
Alle Resultate, die von der beliebten bildgenerierenden künstlichen Intelligenz Dall-E erzeugt werden, sollen zukünftig mit einem digitalen Wasserzeichen in den Metadaten versehen werden, berichtet T3N.de. Ruft man die Bildeigenschaften auf, sieht man die Notiz: „This image was generated with an AI tool“, einen Hinweis auf die OpenAI-API und auf Dall-E. Das Löschen von Metadaten ist allerdings ein Leichtes und in den meisten Betriebssystemen integriert. Auch löschen viele Social-Media-Seiten die Metadaten automatisch.


NACHHALTIGKEIT

Beni präsentiert Secondhand-Suchmaschine
Beni, bisher eine Browsererweiterung für Safari, hat laut Fashionunited.com nun seine gleichnamige App für iOS vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine zentrale Suchmaschine für Second-Hand-Mode, die Angebote von mehr als 40 Marktplätzen wie Poshmark, eBay, The RealReal, Kidizen oder Grailed und damit 80 Prozent des Gesamtangebots umfasst. Wird man nicht fündig, kann man sich einen Alarm einrichten. Natürlich ist es möglich, nach Marken, Größen, Farbe oder Stil zu filtern, einen virtuellen Warenkorb für spätere Einkäufe einzurichten und mit einem Empfehlungsprogramm Rabatte und Gutschriften zu sammeln. Beni gibt es leider momentan nur in den USA.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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