
myToys schafft nach Liebesentzug über 500 Millionen Euro Rekordumsatz
Wer wie die myToys-Gruppe von Otto im Verdacht steht, verkauft zu werden, auf der Bilanzvorstellung der Otto Group mit Liebesentzug gestraft wurde, der hübscht sich mit beeindruckenden Umsatzzahlen für den Markt besser erst einmal auf. Der MyToys-Gruppe ist das gelungen.
Der vernetzte Bauchladen aus myToys, Ambellis, Mirapodo und Limango steigerte seinen Umsatz erstmals auf über 500 Millionen Euro. Das war ein bisschen abzusehen, nachdem die Tochter Limango dieser Tage schon mit einem Umsatzplus von 40 Prozent auf 129 Millionen Euro Umsatz beeindruckt hatte.
Das beste Umsatzergebnis seit seiner Gründung von MyToys 1999 führt myToys auch auf die „verstärkten Investitionen in die Logistik und IT“ zurück, die in den Vorjahren noch Löcher in der Erlöskasse gerissen hatten.
Gleichwohl setzt der Onlinehändler für Family-Shopping weiter auf einen Ausbau seiner Logistik in Gernsheim und die Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur. So soll eine neue Multi-Device-Plattform auf RTF-Basis noch in diesem Jahr in allen Shops der Gruppe zum Einsatz kommen. Der Mobile-Anteil der Gruppe liegt schon jetzt bei über 60 Prozent.
Bislang gehörte Mytoys immer zu den Sorgenkindern, die der Otto Group ein paar schlechte Karten in die Bilanz steckten. Mit der jüngsten Erfolgsstory, die das Wachstumspotenzial unterstreicht, könnte sich Otto-Konzernchef Schrader nun auf Brautschau begeben oder über einen Börsengang ala Windeln.de nachdenken.
Vielleicht aber entwickelt Otto, dass erst im Herbst die Beteiligung um 20 Prozentpunkte aufstockte und nun 94,8 Prozent der Gesellschaftsanteile hält, jetzt auch so richtig Freude an dem Online-Versender. Der Aufbau eines TechLabs in Madrid, dass das rund 100köpigfe Entwicklerteam in Berlin unterstützen soll, klingt jedenfalls eher nach einem zweiten Frühling in der Beziehung.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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