
Neckermann profitiert von Quelle-Insolvenz
Neckermann will in diesem Jahr die Wende schaffen und in die Gewinnzone zurückkehren. Der Versandhändler profitiert dabei vom Aus eines ehemaligen Konkurrenten.
David WöllensteinRedakteurMehrheitsgesellschafter am Komplettübernahme interessiert
Das Frankfurter Unternehmen Neckermann war wie Quelle Teil des im vergangenen Jahr zusammengebrochenen Arcandor-Konzerns. Allerdings wurde bereits zwei Jahre vor der Arcandor-Insolvenz die Neckermann-Mehrheit an den US-Investor Sun Capital verkauft.
Für die restlichen 49 Prozent aus dem Arcandor-Nachlass ist nun dessen Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg verantwortlich. "Wir haben mit dem Verkauf der Neckermann-Anteile keine Eile", sagte ein Sprecher Görgs dem "Handelsblatt". Ein Kaufinteresse wird dem Mehrheitsgesellschafter Sun Capital nachgesagt.
Neckermann hat seinen Online-Absatz auf zuletzt 66 Prozent gesteigert, berichtete Koopmann der Zeitung. Am gedruckten Katalog werde aber festgehalten. Er werde kostengünstiger produziert und enthalte längst nicht mehr alle Angebote. Diese seien komplett nur im Internet zu finden.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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