
Onlinehandel rettet Modeumsätze
Das Jahr 2011 hatte für die Modehändler gut begonnen, doch dann machte ihnen das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Ein mageres Plus gibt es trotzdem - dank E-Commerce.
Thomas RehmRedakteurDer stationäre Textilhandel werde wahrscheinlich "nur ein Mini-Plus oder eine schwarze Null" erreichen, sagte Dax. "Da hatten wir uns etwas mehr erhofft."
2010 lag der Gesamtumsatz des Textilhandels bei knapp 60 Milliarden Euro. Der Onlinehandel hat nach Angaben des BTE-Chefs einen Marktanteil von etwa 10 bis 12 Prozent.
Platz im Lager
Im Dezember hätten viele Händler bereits mit Reduzierungen zwischen 20 und 30 Prozent begonnen, um die Winterware los zu werden. Das sei teilweise auch gelungen: "In den Lagern ist wieder Platz, die Liquidität ist besser geworden - aber verdient wurde fast nichts."
Die Rabattaktionen setzten sich im Januar fort, allerdings vergleichsweise moderat. "Die Geschäftsleute haben die Hoffnung auf kältere Temperaturen noch nicht ganz aufgegeben", meinte Dax.
Drastisch purzelnde Preise erwartet er deshalb erst in der zweiten Monatshälfte, wenn der offizielle Winterschlussverkauf näher rückt.
Im Schnitt mussten die Kunden 2011 für Kleidung tiefer in die Tasche greifen. Vor allem aufgrund gestiegener Baumwollpreise verteuerten sich Klamotten um bis zu 5 Prozent, wie Dax sagte.
dpa
Auf etailment.de (Blog): Kampf der Verbände - wer vertritt die Onlinehändler?

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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