Onlinehandel soll in Deutschland weiter rasant wachsen

Onlinehandel soll in Deutschland weiter rasant wachsen

In Großbritannnien, Deutschland und Frankreich wird der Großteil des europäischen Online-Umsatzes erzielt. Für das aktuelle Jahr wird für das deutsche E-Commerce ein zweitstelliges Wachstum vorhergesagt.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Demnach ist im deutschen Onlinehandel bis Ende 2011 ein Umsatz in Höhe von 45,1 Milliarden Euro zu erwarten. Dies entspräche einem Wachstum von 15 Prozent gegenüber 2010. Der Anteil am Gesamtumsatz im Einzelhandel würde dann neun Prozent betragen.

Briten mögen Onlineshopping

Im Jahr 2010 hatte Deutschland der Studie zufolge mit 39,2 Milliarden Euro die zweithöchsten Online-Verkaufszahlen in Europa. Die europäischen Spitzenplätze führt Großbritannien mit 52,1 Milliarden Euro an, Frankreich liegt mit 31,2 Milliarden Euro Umsatz auf Rang drei. Damit wurde vergangenes Jahr in den drei Ländern 71 Prozent des gesamten europäischen Online-Umsatzes erzielt. Die Länder mit geringeren Umsätzen waren Polen mit 3,4 Milliarden Euro, Norwegen mit vier Milliarden Euro und Dänemark mit 4,5 Milliarden Euro.

Während der vergangenen zehn Jahre ist der Umsatz  im Internethandel um ein Vielfaches schneller gewachsen als der im stationären Einzelhandel. Der durchschnittliche Umsatzanstieg habe zwischen 2008 und 2010 bei 42 Prozent gelegen. "Dabei wuchs der Online-Umsatz in Deutschland unterdurchschnittlich um 33 Prozent, in Frankreich hingegen um 68 Prozent", heißt es in der Pressemitteilung.

Polen geben online wenig Geld aus

Setzt man die in den untersuchten Ländern erzielten Umsätze mit der Gesamtbevölkerung in ein Verhältnis, waren die Online-Umsätze pro Kopf in Großbritannien mit 861,65 Euro am höchsten, gefolgt von Norwegen mit 851,61 Euro und Dänemark mit 816,75 Euro. In Deutschland lag der Pro-Kopf-Umsatz im Onlinehandel mit 475,58 Euro etwas höher als der europäische Durchschnitt von 429 Euro. Am unteren Ende der Skala liegen Polen (87,65 Euro), Italien (173,94 Euro) und Spanien (176,94 Euro).

In Europa beträgt 2010 der Anteil des Internet-Shoppings am gesamten Einzelhandelsumsatz 5,9 Prozent. Dieser Wert werde voraussichtlich auf 6,9 Prozent im Jahr 2011 steigen. Die Länder mit dem höchsten Online-Anteil im Einzelhandel im Jahr 2010 waren Großbritannien mit 10,7 Prozent, Deutschland mit acht Prozent, die Schweiz mit 7,4 Prozent und Dänemark mit sieben Prozent.

Italien (3,3 Prozent), Spanien (3 Prozent) und Polen (2,5 Prozent) hingegen waren die Märkte, die den niedrigsten Online-Anteil an den gesamten Einzelhandelsumsätzen haben.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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