Onlinekauf von Lebensmitteln wird salonfähig

Onlinekauf von Lebensmitteln wird salonfähig

Gut jeder vierte Onlineshopper hat im vergangenen Jahr im Internet Lebensmittel bestellt. Noch sind es vor allem abgepackte Produkte und Delikatessen.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Damals gaben 4,5 Millionen Menschen an, schon einmal ihren Lebensmitteleinkauf im Netz erledigt zu haben. "Lebensmittel gehörten bis vor kurzem zu den wenigen Warengruppen, die fast ausschließlich im stationären Einzelhandel verkauft wurden. Das ändert sich nun“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Fast alle großen Handelsketten, dazu einige innovative Start-ups, haben in den vergangenen Jahren entsprechende Konzepte etabliert, die von den Kunden inzwischen gut angenommen werden."

Frauen interessierter als Männer

Das Potenzial für weiteres Wachstum im Onlinehandel mit Lebensmitteln ist laut Bitkom-Umfrage groß: 38 Prozent der Befragten erklären, zwar noch nie Lebensmittel im Netz gekauft zu haben, sich dies aber für die Zukunft vorstellen zu können. Frauen zeigen mit 41 Prozent stärkeres Interesse als Männer mit 36 Prozent. Besonders aufgeschlossen sind die Nutzer im Alter von 14 bis 29 Jahren. Von ihnen können sich 43 Prozent vorstellen, künftig auf einer Webseite statt im Supermarkt einzukaufen. Selbst bei den Nutzern ab 65 Jahren sind es 27 Prozent.

Derzeit kaufen Verbraucher mit 26 Prozent mehrheitlich abgepackte Lebensmittel wie Tiefkühlgerichte, Mehl oder Müsli im Internet. Erst 5 Prozent der Nutzer bestellen online auch frische Waren wie Milch, Eier oder Obst.

Anbieter: Spezialisten und Klassiker

Angeboten wird die Onlinebestellung von Lebensmitteln sowohl von klassischen Supermärkten als auch von spezialisierten Web-Shops. Neben gängigen Produkten finden Verbraucher im Internet zum Beispiel auch Delikatessen, die im stationären Handel eher schwer zu bekommen sind. Die Lieferung frischer Waren ist bislang vor allem in Ballungsräumen verbreitet.

"Der Kunde spart beim Einkauf im Internet Zeit und Nerven", erläutert Rohleder. "Er bekommt die Waren bis in die Wohnung geliefert, in der Regel gegen eine geringe Gebühr." Zudem könnten Kunden im Internet anders als im Supermarkt auch alternative Zahlungsmethoden wie etwa Paypal nutzen.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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