
Otto leidet unter der Flaute im Textilhandel
Für Textilhändler sind schwere Zeiten angebrochen. Das spürt auch Otto. Vorstandschef Hans-Otto Schrader kündigt sinkende bereits Erträge an.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentWeiter investieren
Zudem belaste der schwache Euro belaste das Geschäft, da Otto vor allem Textilien auf internationalen Märkten in Dollar einkaufe. "Wir gehen nicht davon aus, dass wir diese Preiserhöhung im Einkauf an die Kunden weitergeben können", sagte Schrader. An geplanten Investitionen wolle er aber festhalten, etwa in den Logistiker Hermes und das Bezahlsystem Yapital.
Generell sieht der Otto-Chef, dass das Onlinegeschäft mit Mode schwieriger geworden ist. "Der Markt konsolidiert sicht", hat er erkannt. "Neben den großen Spielern wie Otto, Amazon und Zalando und vertikalen Händlern wie H&M und Zara können allenfalls noch Shops mit eigenen Marken bestehen."
Schrader rechnet derzeit nicht damit, dass in Zentraleuropa ein weiterer Onlinekonkurrent dazukommt, der dreistellige Millionenbeträge erwirtschaftet. "Das Projekt Collins wird das noch schaffen", glaubt der Vorstandschef jedoch. Mit dieser im vorigen Jahr gegründeten Plattform habe man die eigenen Planungen bereits übertroffen, sagte Schrader, ohne Zahlen zu nennen.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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