
Otto setzt auf Tablet-PCs
Otto verdient immer mehr Geld mit dem Handel über mobile Geräte. Der Versender stellt sich entsprechend darauf ein und will den Kunden eine "emotionalisierende Einkaufsatmosphäre bieten".
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentTablet-PCs als Wachstumstreiber
Otto will vor allem Kunden mit Tablet-PCs ansprechen. Bezogen auf die kleine Vorjahresbasis hätten sich die Besuche mit solchen Geräten fast verfünffacht. "Tablets spielen für uns eine große Rolle beim Wachstum im E-Commerce", teilt Rainer Hillebrand mit, im Otto-Vorstand zuständig für E-Commerce.
Anders als PCs würden Tablet-PCs von den Kunden in einer entspannteren Atmosphäre genutzt. "In Kombination mit einer inspirierenden Darstellung der Waren erzeugen diese Geräte eine emotionalisierende Darstellung und laden zum Kaufen ein", ist Hillebrand überzeugt.
Wenn der Trend herüberschwappt
Noch stärker wachse das E-Commerce in den Vereinigten Staaten. Die dort ansässige Otto-Tochter Crate and Barrel, ein Anbieter für Möbel und Wohnaccessoires, steht für vier Milliarden Euro Jahresumsatz. Fast jeder vierte Kunde besuche den Onlineshop mit einem mobilen Gerät, schreibt Otto.
In Deutschland sei erst jeder fünfzehnte Onlineshopper ein mobiler Surfer. Hillebrand geht aber davon aus, dass auch dieser Trend aus den Vereinigten Staaten bald nach Deutschland herüberschwappt "und wir in den nächsten Jahren ein rasantes Wachstum beim M-Commerce erleben werden".

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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