
Otto will Apotheke werden
Drogerieketten sind bereits im Apothekengeschäft aktiv - nun drängt es auch den größten Versandhändler Deutschlands auf den lukrativen Markt. Otto will noch in diesem Jahr einen Test starten.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentJahresgebühr und Umsatzbeteiligung
Laut "Hamburger Abendblatt" sollen die Kunden ihre Arznei über eine neue Internetplattform bestellen können. Otto sorge hierbei für den kompletten Bestellvorgang inklusive Bezahlvorgang. Die Auslieferung obliegt den stationären Partnerapotheken als Vertragspartner von Otto.
Apotheken, die von diesem System profitieren wollen, müssen Vertragspartner des Versandhändlers werden, schreibt das "Abendblatt". Dafür seien Lizenzgebühr sowie Umsatzprovision an Otto zu entrichten. Der Branchendienst "Apotheke adhoc" schreibt von 1.000 Euro Jahresgebühr pro Apotheke und 15 Prozent Umsatzbeteilung. Otto-Sprecher Voigt bestätigte diese Zahlen nicht.
Laut Abendblatt lief für Otto die Suche nach Parnterapotheken schleppend. Angeblich sei der Teststart bereits für Juli vorgesehen gewesen, musste aber mangels Nachfrage verschoben werden.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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