
Paukenschlag im Modehandel: Wöhrl kauft SinnLeffers
Das Modehaus SinnLeffers erhält neue Eigentümer: Die Familie Wöhrl übernimmt den Wettbewerber von der Deutschen Industrie-Holding. Beide Marken bleiben zunächst erhalten.
Thomas RehmRedakteurKaum Überschneidungen
Wöhrl erweitert mit dem Kauf die Reichweite und ist dann deutschlandweit präsent. Für den Unternehmer Gerhard Wöhrl passe SinnLeffers perfekt zu Wöhrl. "Wir ergänzen uns nahezu ideal mit unseren Standorten. Zudem sind bei SinnLeffers und Wöhrl sowohl das Markenportfolio als auch die Zielgruppen ähnlich."
Gerhard Wöhrl erwartet, dass beide Unternehmen sich gegenseitig in ihrem Wachstumskurs stärken - unter anderem durch eine nahezu flächendeckende Präsenz in Deutschland sowie die damit verbundenen Größenvorteile. Damit dürfte Wöhrl besonders den Einkauf meinen.
Überschneidungen beider Unternehmen bestehen lediglich bei Filialen an drei Standorten: In Dresden, Magdeburg und München. Alle Häuser werden aber fortgeführt, betonte Wöhrl. Über die Einbindung der SinnLeffers-Zentrale in Hagen in die Unternehmensgruppe sollen in Kürze "Gespräche aufgenommen" werden.
SinnLeffers
SinnLeffers betreibt bundesweit Modehäuser mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen und erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von über 300 Millionen Euro. Es beschäftigt 2.000 Mitarbeiter an 22 Standorten.
Das Beteiligungsunternehmen Deutsche Industrie-Holding (DIH) hatte das Unternehmen 2005 als Sanierungsfall von der KarstadtQuelle AG erworben. Nach einer Neupositionierung und Bereinigung des Filialportfolios ist SinnLeffers nach Angaben des Eigentümers wieder profitabel. Lesen Sie hier eine Chronik des Unternehmens.
Wöhrl
Die Wöhrl Unternehmensgruppe ist ein Familienunternehmen und beschäftigt über 2.000 Mitarbeiter an 38 Standorten in Baden Württemberg, Bayern, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Der Jahresumsatz liegt bei mehr als 300 Millionen Euro.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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