
Payment: Online-Händler bei Zahlungsverfahren auffällig konservativ
Je mehr Zahlungsverfahren für den Kunden zur Auswahl angeboten werden, desto besser für den Umsatz. So lautet verkürzt das Credo zahlreicher Studien in Sachen Payment beim Online-Handel. Doch die Händler agieren eher konservativ und halten sich bei der Auswahl der Zahlungssysteme deutlich zurück.
Knapp 40 % der Händler verändern ihr Portfolio an Zahlungsverfahren nicht mehr, nachdem ihr Shop das erste Mal live ging. Knapp ein Drittel bietet Neukunden zudem nur eine reduzierte Auswahl an Zahlungsverfahren an. Der Grund: Angst vor Zahlungsausfällen. Diese sowie zu hohe Kosten sind denn auch die Hauptgründe, wenn Händler ein Zahlungsverfahren aus dem Online-Shop kicken.
Sind die Händler dann doch einmal innovativ, dann werden vor allem Systeme wie PayPal oder Sofortüberweisung zusätzlich angeboten. Bei vielen kleinen Händlern kommt der gesicherte Rechnungskauf hinzu.
Große Händler setzen auf die Kreditkarte als Zahlungsverfahren, die Kleinen bieten am häufigsten Vorkasse und PayPal an. So nutzen 83 Prozent der Händler mit weniger als einer Million Euro Umsatz Paypal und zu 51 Prozent Kreditkarte. Händler mit einem Umsatz über 1 Mio. Euro nutzen zu 69 Prozent Paypal, 79 Prozent bietet Kreditkartenzahlung.
Noch völlig unterentwickelt ist die Bezahlungsfunktion per Online-ID wie beispielweise über Amazon. Gerade einmal knapp fünf Prozent bieten diese Option.
Sämtliche Ergebnisse liefert die Studie des E-Commerce-Leitfaden „Die Qual der Wahl – Wie Online-Händler ihre Zahlungsverfahren auswählen“, die kostenlos als pdf erhältlich ist.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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