
Photokina in schwierigem Umfeld
Die weltgrößte Fotomesse "photokina" 2016 geht in Zeiten des Umbruchs an den Start. Da klassische Kameras weiterhin deutlich verlieren, hofft die Branche auf neuen Gerätetypen und Einsatzmöglichkeiten.
David WöllensteinRedakteurNeue Gerätetypen
Im Rampenlicht stehen in Köln neben den klassischen Digitalkameras daher viele neuere Gerätetypen wie Action-Cams, Fotodrohnen, Bodycams, 360-Grad-Aufnahmegeräte oder Datenbrillen. Das Thema Vernetzbarkeit und immer ausgefeiltere Videofunktionen rücken in den Fokus. Die Branche sieht auch Wachstumspotenziale in noch jungen Einsatzfeldern wie Medizintechnik, Fahrzeugbau, Sicherheit oder Gaming.
Im Trend liegen robuste Action-Cams, für die 2016 ein Absatzplus von 17 Prozent auf 670.000 Stück erwartet wird - und die bei der "photokina" einen breiten Raum einnehmen. Viel Luft nach oben wird auch für die ferngesteuerten Fotodrohnen gesehen - sogenannte Multicopter, die neue Bildperspektiven ermöglichen. Die Branche will zudem junge Leute stärker in den Blick nehmen, die bisher überwiegend mit dem Smartphone fotografieren. Vom Trend Virtuelle Realität und Datenbrillen wollen auch einige Kamerahersteller profitieren.
Die "photokina", die alle zwei Jahre stattfindet, präsentierte sich diesmal mit neuem Konzept und erweitertem Spektrum. Für die erwarteten mehr als 180.000 Besucher hat die Koelnmesse von einer zuvor stark produktorientierten Fachschau umgestellt auf ein "Multi-Media-Event".

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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