
Praktiker fährt Kurzarbeit zurück
Praktiker hat mit einem starken Aprilgeschäft den schwachen Start ins Jahr kompensiert. Die eingeführte Kurzarbeit konnte der Baumarktbetreiber wieder zurückfahren.
Thomas RehmRedakteur"Das zweite Quartal ist für uns das wichtigste", betonte Werner. Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs könne Praktiker sogar die Kurzarbeit an seinen deutschen Standorten zurückfahren. Der Konzern hatte als erstes Handelsunternehmen staatliche Zuschüsse für Kurzarbeit beantragt und von der zuständigen Arbeitsagentur genehmigt bekommen. Im März wurde in 81 von 241 Praktiker-Standorten Kurzarbeit angeordnet, im Mai waren nur noch fünf Märkte von dieser Sparmaßnahme betroffen.
Schwieriger Jahresverlauf erwartet
Allerdings stellt sich Werner auf ein schwieriges Jahresende ein. Da die Arbeitslosigkeit in Deutschland steigen werde, könnte die Lage für die Baumarktkette in vier bis fünf Monaten schwieriger sein. In diesem Fall sei die Genehmigung zur Kurzarbeit ein "Wettbewerbsvorteil", sagte Werner dem Handelsblatt.
Von ausgiebiger Expansion oder Zukäufen wolle Werner daher nichts wissen: Statt der üblichen 13 bis 15 neuen Märkten sollen in Osteuropa nur maximal fünf an den Start gehen, so das "Handelsblatt" weiter. Auch im kommenden Jahr werde Praktiker das gedrosselte Tempo beibehalten.
Dow Jones Newswires, DH

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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