Praktiker hofft auf Bodenbildung

Praktiker hofft auf Bodenbildung

Während Wettbewerber wie Hornbach oder Hagebau im vergangenen Jahr zulegen konnten, schloss der Baumarktkonzern Praktiker das Jahr 2011 erwartungsgemäß mit Umsatzverlusten ab. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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In Deutschland konnte Praktiker den Umsatz im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2011 stabilisieren und auf Vorjahresniveau halten. Damit wurde die Umsatz-Talfahrt erstmals seit zwei Jahren abgebremst.

"Die Umsatzstabilisierung lässt uns hoffen, dass wir die erste Phase der Durststrecke jetzt hinter uns gelassen haben", so der Vorstandsvorsitzende der Praktiker AG, Thomas Fox. An der Börse verlor die Aktie am Vormittag trotzdem rund fünf Prozent ihres Wertes.

Praktiker Deutschland habe nach einem schlechten Start im Oktober in den beiden letzten Monaten des Jahres wieder mehr Kunden erreicht, den Durchschnittsbon gesteigert und dadurch auch einen besseren Umsatz erzielt. "Dieser Erfolg bestätigt uns darin, dass wir in der richtigen Richtung unterwegs sind", so Fox, der im Oktober als Sanierer zum angeschlagenen Konzern kam.

Es bleibt noch viel Arbeit zu tun

Fox betonte, dass die bereits angekündigten strukturellen Veränderungen rasch umsetzt werden müssten, damit der Konzern möglichst bald wieder auf wirtschaftlich gesunden Füßen stehe.

"Dazu bedarf es neben der Neupositionierung von Praktiker Deutschland auch einer Konsolidierung des internationalen Geschäfts. Die aber ist wegen der anhaltend instabilen makroökonomischen Rahmenbedingungen realistisch kaum planbar", so der ehemalige Karstadt-Sanierer.

Das internationale Geschäft blieb weiterhin schwach. In Summe hat der Praktiker-Konzern im Schlussquartal nach den noch vorläufigen Zahlen einen Nettoumsatz von 716,4  Millionen Euro erzielt - 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. In den ersten neun Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres war der Umsatz noch um 8,5 Prozent zurückgegangen.

Auch Tochter Max Bahr verfehlt das Jahresziel

Nach dem positiven Umsatztrend der ersten neun Monate (plus 2,4 Prozent) hat sich die Praktiker-Tocher Max Bahr im vierten Quartal mit Preis- und Rabattmaßnahmen zurückgehalten. Deshalb sei die anspruchsvolle Vergleichsbasis des Vorjahres um 1,7 Prozent knapp verfehlt worden, so das Unternehmen.

Das Geschäftsjahr 2011 schloss Max Bahr mit einem Umsatzplus von 1,4 Prozent ab und profitierte davon, dass der Umsatz in den ersten neun Monaten stärker als im Branchendurchschnitt zugenommen hatte.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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