Quelle dünnt stationäres Ladennetz aus

Quelle dünnt stationäres Ladennetz aus

Das Quelle-Kaufhaus in Nürnberg soll zum Ende des Jahres geschlossen werden. Verdi fordert konkrete Auskünfte über den geplanten Stellenabbau beim Versender.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Noch ist unklar, ob es für die Quelle-Beschäftigten eine Transfergesellschaft geben wird. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks würde sie für die Dauer von sechs Monaten rund 20 Millionen Euro kosten. An der Finanzierung müsste sich auch das Unternehmen beteiligen.

Technik-Center werden geschlossen

Der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg hatte bereits Mitte August angekündigt, dass die durchweg defizitären 109 Quelle-Technik-Center in Kürze geschlossen werden sollten.

Die Gewerkschaft Verdi fordert unterdessen "schleunigst verlässliche Zahlen" über den geplanten Stellenabbau. "Der vorläufige Insolvenzverwalter und die Personalabteilung von Quelle müssen endlich transparent machen, welche Mitarbeiter in welchen Regionen betroffen sind", sagte Gewerkschaftssekretär Johann Rösch der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Es sei schwer nachzuvollziehen, dass die Daten noch nicht verfügbar seien. Der vorläufige Insolvenzverwalter hatte am 13. August angekündigt, dass bei der Versandsparte 3.700 der 10.500 Stellen gestrichen würden.

Finanzierung der Transfergesellschaft

Bezüglich der geplanten Transfergesellschaft für die Quelle-Mitarbeiter zeigte Rösch sich zuversichtlich: "Ich glaube, dass es dafür Ansätze gibt", sagte der Gewerkschafter. Nicht alle Mitarbeiter würden bis zum Jahresende benötigt. Wer früher gehe, spare dem Unternehmen Personalkosten. "Dieses Geld könnte in die Transfergesellschaft gehen". Die Gesamtkosten einer solchen Transfergesellschaft für ein halbes Jahr bezifferte er auf rund 20 Millionen Euro.

In den kommenden 14 Tagen müssten die Eckpunkte geklärt werden, denn Ende September würden die Kündigungen zum Jahresende ausgesprochen, sagte Rösch. "Dann stellt sich die Frage: Wartet auf die Beschäftigten Arbeitslosigkeit pur, oder gibt es eine Chance, sich über eine Transfergesellschaft besser am Arbeitsmarkt aufzustellen?"

Das Profil der Quelle-Mitarbeiter sei unterschiedlich und reiche von Verkäufern in den Technik-Centern bis hin zu hoch qualifizierten Informationstechnikern. Deshalb müsse rasch geklärt werden, welche Maßnahmen für welche Betroffenen nötig seien.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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