Europas größter Pharmahändler, Celesio, hat in den ersten neun Monaten deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum.
In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz bereinigt um Wechselkurseffekte um 1,2 Prozent auf 16,29 Milliarden Euro, während das EBITDA vor Währungseinflüssen um 18,7 Prozent auf 477,7 Millionen Euro sank. Zwischen Januar und September schrumpfte der Gewinn vor Steuern und Zinsen von 545,5 auf 394,8 Millionen Euro.
Staatliche Eingriffe und Preiswettbewerb
Vorstandschef Fritz Oesterle begründete den Gewinnrückgang neben staatlichen Preisvorgaben in Großbritannien mit dem Rabattwettbewerb im Deutschland. Negative Wechselkurseffekte hätten zudem mit Millionenbeträgen auf den Gewinn gedrückt.
Der Celesio-Großhandel entwickle sich in einem schwierigen Marktumfeld gut, sagte Oesterle. In Deutschland habe der Pharmahandel verlorene Marktanteile zurückgewonnen.
Celesio baute auch den Bereich eigene Apotheken aus. In sieben europäischen Ländern habe das Unternehmen 91 Apotheken gekauft oder eröffnet. Derzeit besitzt Celesio weit über 2.300 Apotheken sowie die Versandapotheke DocMorris
