
Redcoon denkt über stationäre Filialen nach
Die Online-Welt ist nicht genug: Der Chef des Internethändlers Redcoon denkt in einem Interview über eigene stationäre Filialen laut nach. Denn er fühlt sich von den Zulieferern benachteiligt.
David WöllensteinRedakteurDer Redcoon-Chef behauptet, einige Wettbewerber hätten "Alibi-Shops" eröffnet, um an die Ware zu kommen. "Wir haben uns bisher gegen diesen Quatsch gesperrt", so der Onlinehändler. Doch nun denke er darüber nach.
Elektronikmarkt schwächelt
Redcoon wurde im März 2011 von der Metro-Elektrohandelstochter Media-Saturn übernommen. Später eröffnete das Unternehmen auch eigene Shops für MediaMarkt sowie für die andere stationäre Tochter Saturn.
Der große Boom in Onlinemarkt für Unterhaltungselektronik scheint zunächst vorbei, zuletzt verzeichnete er erstmals sogar rückläufige Umsätze.
Im ersten Halbjahr 2012 gaben die europäischen Konsumenten laut GfK insgesamt weniger Geld für Unterhaltungselektronik und Fotoartikel aus. Einzige Ausnahme war jedoch Deutschland: Hier setzten Händler insgesamt 8,5 Prozent mehr mit Fernsehern & Co um.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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