
Rewe und Aral kooperieren
An bis zu 1.000 Aral-Tankstellen sollen in den kommenden Jahren Shops unter dem Namen Rewe ToGo eröffnet werden. Denn mit Sprit und Autowäsche verdienen Tankstellenpächter immer weniger.
60 Prozent mit Proviant
Für die Tankstellenbetreiber ist das Shopgeschäft heutzutage überlebenswichtig: Der Verkauf von Kraftstoffen und Autowäsche macht nur jeweils rund 15 Prozent des Ertrages eines Aral-Tankstellenunternehmers aus, während durchschnittlich 60 Prozent des Einkommens aus dem Shopgeschäft stammen. Noch in diesem Jahr will Aral deshalb an 50 weiteren Standorten Rewe-Shops eröffnen, 14 davon bereits bis Ende April. Im kommenden Jahr sollen gut 200 weitere Stationen umgerüstet werden. Bis 2021 könnten es dann an die 1000 sein, heißt es.
Die neuen Shops sollen nicht nur Autofahrer, sondern auch Kunden aus der Nachbarschaft ansprechen. Die Shops haben eine einheitlich "Food Zone" mit heißen und kalten Gerichten, in der Heißvitrine sollen Hähnchen, Frikadellen oder Schnitzel zu den Standards gehören. Aus dem bisherigen Aral-Shopkonzept namens PetitBistro bleiben die kalten und warmen Crossinos erhalten. Die Klassiker der Unterwegs-Versorgung wie Schoko-Riegel und andere Süßwaren sowie Getränke bleiben demnach ebenfalls Teil des rund 1.200 Artikel umfassenden Sortiments.
Neu sind dagegen Sandwiches, Wraps, Sushi, geschnittenes Obst, Salate, Suppen, Gemüse und Desserts, heißt es. Hinzu kommen außerdem frische Backwaren zur Selbstbedienung, frisches Fleisch oder ganzes Obst. Darüber hinaus sollen Kunden ein ausgewähltes Sortiment an Lebensmitteln wie beispielsweise Müsli, Brotaufstriche, Pasta, Saucen, Konserven, Gewürze oder Pflanzenöl finden.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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