Die Stiftung Warentest hat die Qualität von Berliner Apotheken geprüft. Das Ergebnis ist miserabel. Die Stiftung Warentest hat die Qualität von Berliner Apotheken geprüft. Das Ergebnis ist miserabel.#/AB#Falscher Rat zu Medikamenten, verpfuschte oder abgelehnte Rezepturen, Fehler beim Blutdruckmessen, Lichtschutzfaktor falsch erklärt: Das kann passieren, wenn man seinen Apotheker fragt. Bei ei
Exemplarisch hat die Stiftung Warentest 20 Apotheken in der Hauptstadt getestet, die wegen ihrer Standorte in Einkaufszentren und Bahnhöfen eine hohe Besucherzahl aufweisen. Das Ergebnis der insgesamt 160 Testbesuche ist auch deshalb enttäuschend, weil sich Apotheken eigentlich als "unabhängige Gesundheitszentren" verstehen.
Wenn sich Rezepte nicht lohnen
Bei der Beratung zu Medikamenten wurden nur in einer Apotheke alle drei Testfälle vollständig und richtig erläutert. Keine Apotheke überzeugte beim Blutdruckmessen, und schlechten Rat bekamen auch Testerinnen, die in der Apotheke wissen wollten, was man gegen die Konzentrationsschwierigkeiten des Sohnes unternehmen könne. Auch die Beratung zu Sonnenschutzmitteln und Lichtschutzfaktor war zum Teil falsch.
Fremdbesitzverbot auf dem Prüfstand
Dieses Testergebnis relativiert die Kritik der stationären Apotheken an der neuen Internetkonkurrenz, der stets Beratungsdefizite vorgeworfen werden. Ende dieses Jahres wird der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entscheiden, ob das deutsche Fremdbesitzverbot für Apotheken an Gültigkeit verliert. Sollte dieses Verbot gekippt werden, wäre der Weg frei für Apotheken-Ketten.
