Risiken und Nebenwirkungen

Risiken und Nebenwirkungen

Die Stiftung Warentest hat die Qualität von Berliner Apotheken geprüft. Das Ergebnis ist miserabel. Die Stiftung Warentest hat die Qualität von Berliner Apotheken geprüft. Das Ergebnis ist miserabel.#/AB#Falscher Rat zu Medikamenten, verpfuschte oder abgelehnte Rezepturen, Fehler beim Blutdruckmessen, Lichtschutzfaktor falsch erklärt: Das kann passieren, wenn man seinen Apotheker fragt. Bei ei

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die Stiftung Warentest hat die Qualität von Berliner Apotheken geprüft. Das Ergebnis ist miserabel.Falscher Rat zu Medikamenten, verpfuschte oder abgelehnte Rezepturen, Fehler beim Blutdruckmessen, Lichtschutzfaktor falsch erklärt: Das kann passieren, wenn man seinen Apotheker fragt. Bei einem Test von 20 Apotheken in Berlin schnitten dementsprechend über die Hälfte mit "mangelhaft" oder "ausreichend" ab, nur eine einzige war "gut", so die Stiftung Warentest in der Juli-Ausgabe ihrer Zeitschrift test.

Exemplarisch hat die Stiftung Warentest 20 Apotheken in der Hauptstadt getestet, die wegen ihrer Standorte in Einkaufszentren und Bahnhöfen eine hohe Besucherzahl aufweisen. Das Ergebnis der insgesamt 160 Testbesuche ist auch deshalb enttäuschend, weil sich Apotheken eigentlich als "unabhängige Gesundheitszentren" verstehen.

Wenn sich Rezepte nicht lohnen



Beim Einreichen eines Rezeptes wurde die Herstellung des verschriebenen Mittels in vier Apotheken mit der Begründung abgelehnt, dass sich die Bestellung der Substanzen nicht "lohne" oder dass diese angeblich nicht erhältlich seien.

Bei der Beratung zu Medikamenten wurden nur in einer Apotheke alle drei Testfälle vollständig und richtig erläutert. Keine Apotheke überzeugte beim Blutdruckmessen, und schlechten Rat bekamen auch Testerinnen, die in der Apotheke wissen wollten, was man gegen die Konzentrationsschwierigkeiten des Sohnes unternehmen könne. Auch die Beratung zu Sonnenschutzmitteln und Lichtschutzfaktor war zum Teil falsch.

Fremdbesitzverbot auf dem Prüfstand



Dieses Testergebnis relativiert die Kritik der stationären Apotheken an der neuen Internetkonkurrenz, der stets Beratungsdefizite vorgeworfen werden. Ende dieses Jahres wird der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entscheiden, ob das deutsche Fremdbesitzverbot für Apotheken an Gültigkeit verliert. Sollte dieses Verbot gekippt werden, wäre der Weg frei für Apotheken-Ketten.
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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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