
Rocket Internet und die Hoffnungskracher, Redcoon und gekaufte Liebe, Weltbild, Zooplus, Farfetch, Amazon, Sears, Airbnb
Rocket Internet will noch höher: Rocket Internet hat gestern erstmals nach dem Börsengang ein paar dürre Zahlen seiner proven Loser "Proven Winner" vorgestellt. Zusammengefasst: Es wird immer noch Geld verbrannt. Nur nicht mehr ganz so viel und ganz so schnell. Vor allem Modehändler Dafiti (83 Millionen Euro) und Lamoda (79 Millionen Euro) sowie der Möbelhändler Westwing (76 Millionen Euro) darf man da als hoffungsfrohe Zöglinge sehen, die womöglich eines Tages sogar Profit versprechen. Die H...
Rocket Internet will noch höher:
Rocket Internet hat gestern erstmals nach dem Börsengang ein paar dürre Zahlen seiner proven Loser "Proven Winner" vorgestellt. Zusammengefasst: Es wird immer noch Geld verbrannt. Nur nicht mehr ganz so viel und ganz so schnell. Vor allem Modehändler Dafiti (83 Millionen Euro) und Lamoda (79 Millionen Euro) sowie der Möbelhändler Westwing (76 Millionen Euro) darf man da als hoffungsfrohe Zöglinge sehen, die womöglich eines Tages sogar Profit versprechen. Die Hoffnungstitel haben im ersten Halbjahr binnen Jahresfrist ihr Bruttowarenvolumen (GMV) etwas mehr als verdoppelt. Aber: Zwar stieg die Ebitda-Marge im Schnitt um zwölf Prozentpunkte, liegt bei den 12 wichtigsten Beteiligungen aber immer noch mit durchschnittlich minus 55 Prozent im roten Bereich.Getreu der Spaghetti-Strategie (Nudel an die Wand werfen und sehen was kleben bleibt) sollen 2015 mindestens zehn neue Start-ups hochgezogen werden. Südostasien ist dabei weiterhin ein Fokus. Und auch in der Online-Reisebranche sieht Rocket-Chefpilot Oliver Samwer noch einigen Spielraum. Alle Ergebnisse gibt es als pdf. Da zeigen Hoffnungsträger wie Home24 bei einigen KPI deutlich Richtung Gewinnerstraße.
Jetzt lesen: Schneller Abgang bei Weltbild, schnelles Geld für Zooplus.
Redcoon:
Jetzt feiert auch Redcoon Weihnachten im TV und diesmal geht es gar nicht so nackig zu wie sonst. "Kauf dir Liebe zum Fest" (Agentur: Serviceplan) textet die Elektronikkette und lässt Testimonial Micaela Schäfer so textil auftreten, dass die Kollegen von der W&V sie fast nicht erkannt haben. Social-Media-Aktionen begleiten die Kampagne, die ein bisschen von Wes Anderson inspiriert scheint.Weltbild:
Abgang in Rekordzeit. Laut Buchreport wirft Weltbild-Geschäftsführer und Marketing-Macher Gerd Robertz schon nach sechs Wochen hin, geht zurück zu Buecher.de. Neuer Interims-Geschäftsführer ist Sikko Böhm. Grund sollen "strategische Differenzen" sein.Hunkemöller:
Die Hälfte aller E-Commerce Verkäufe beim Unterwäsche-Label Hunkemöller bestehen aus Click & Collect. 60 % aller Retouren werden zudem in den eigenen Filialen abgegeben. Style RankingZooplus:
Zooplus verschafft sich mit einer Kapitalerhöhung frisches Geld. Dazu werden bis zu 610.039 neue Inhaberaktien (rund 10% des eingetragenen Grundkapitals) unter die Leute gebracht. Genauer: Per Privatplatzierung an institutionelle Investoren.Anzeige
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Digitale Welt:
Snapchat:
Bei Snapchat (die App mit den sich selbst löschenden Bildern) kann man seinen Kumpels jetzt Geld via Snapcash schicken, dank einer Kooperation mit Square Cash. Das Imagevideo dazu ist recht unterhaltend, wenn man Fernseh-Ballett mag und in jedem Fall beeindruckend. TechchrunchAirbnb:
Der Katalog lebt. Airbnb startet ein eigenes Printmagazin. Die erste Ausgabe von “Pineapple”, quasi eine Art Reise und Lifestyle-Magazin, geht an 18.000 Airbnb-Gastgeber. Business InsiderAmazon:
Seinen Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh bietet Amazon jetzt auch in Philadelphia an. Amazon fresh gibt es bereits in Seattle, Los Angeles, San Francisco und New York. Re/CodeFarfetch:
Farfetch, quasi die Mutter aller unabhängigen lokal ausgerichteten Marktplätze, startet seine eigene Click & Collect-Offensive. Kunden können online bestellte Kleidung künftig bei einer Partnerfiliale in ihrer Nähe abholen. Die Lieferung in die Wunschfiliale zahlt aber der Kunde. FashionistaSears:
Warum denn Click & Collect immer gleich mit einem Kaufzwang verbinden? Bei Sears können Kunden, die am Loyalty-Programm teilnehmen, nun über das Programm "Reserve It" bis zu sechs Artikel - genau - reservieren und sich dann im Laden ansehen und abholen. Internet RetailerDigitale Trends & Fakten:
Facebook:
Facebook will die Reichweite für besonders werbliche Postings weiter drosseln. Firmen sollen für Reichweite nämlich zahlen. Internet WorldGrafik des Tages: Wenn Vorurteile Statistik sind: Jede dritte Frau kauft sich Schuhe in der falschen Größe, nur weil sie ihr gut gefallen und andere Zahlen in der Infografik für Frauenversteher.
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Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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