
Rossmann: 100 neue Läden, 1.000 neue Jobs
Von der Krise spürt Firmenchef Dirk Roßmann bislang nichts. Also will der Drogeriefilialist im gleichen Tempo wie bisher expandieren.
Thomas RehmRedakteurTraditionell stark im Norden
Rossmann ist traditionell stark im Norden, dort geht Konkurrent dm in die Offensive. Der Abstand zwischen dm und Rossmann habe sich in den vergangenen Jahren stetig verringert, hieß es. Branchenprimus ist Schlecker, die Kette hat aber im Gegensatz zu Rossmann und dm vor allem Läden auf dem Land.
Die Wirtschaftskrise sei bei dem Unternehmen noch nicht angekommen, sagte Firmenchef Roßmann. Die Leute sparten bei Fernreisen und größeren Anschaffungen, aber nicht bei Windeln und Zahnpasta. Dazu kämen die niedrigen Preise.
Umsatzplus gut acht Prozent
Im ersten Quartal 2009 stieg der Umsatz auf dem Hauptmarkt Deutschland um 8,4 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet die Drogeriekette einen Gesamtumsatz zwischen 4,2 und 4,4 Milliarden Euro. Die genaue Höhe sei abhängig von der Entwicklung der Wechselkurse in Osteuropa. Rossmann ist aktiv in Polen, Ungarn, Tschechien und seit kurzem auch in Albanien. In diesem Jahr sollen in Polen, Ungarn und Tschechien 83 neue Märkte dazukommen, bisher sind es rund 640 Läden.
Im vergangenen Jahr war der Umsatz der Rossmann-Gruppe mit konzernweit 24 500 Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 21,5 Prozent auf 3,85 Milliarden Euro gestiegen. Dies lag vor allem auch an den dazugekommenen Läden des 2007 übernommenen norddeutschen Konkurrenten Kloppenburg. Die Umsatzrendite lag bei 2,5 Prozent vor Steuern. Details nannte Rossmann nicht.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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