
Rücksendekosten: Kult-Marken halten die Hand auf
Seit einem Jahr gelten neue Regeln für Onlineshops und Versandhandel in Sachen Widerrufsrecht. Eine der Änderung: Händler können Kunden die Kosten für die Rücksendung aufbrummen. Doch die deutschen Händler bleiben kundenfreundlich. 76 Prozent der 101 größten Online-Shops in Deutschland übernehmen das Rücksendeporto ohne zu Zucken. Doch gerade so manche Love-Brand, neudeutsch für Kult-Marke, zeigt sich von der ganz besonders arroganten Seite.
Beispiel Amazon: Zwar kann der Kunde dort Waren in den Kategorien Bekleidung, Schuhe und Handtaschen schon ab dem ersten Euro zurückschicken. Doch danach wird es kompliziert. Kostenfrei ist die Rücksendung ab einem Warenwert von 40 Euro. Andernfalls berechnet Amazon einen Rücksendekostenanteil zwischen 1,17 Euro und 3,50 Euro. Die genaue Berechnung ist eine Wissenschaft für sich. Jedenfalls ein bisschen.
Es geht aber noch teurer. Bei Apple werden die Rücksendekosten erst ab 75 Euro übernommen. Das geht noch rabiater: Bei Ikea heißt es: der Kunde zahlt alles. Doch auch andere Händler lassen lieber den Kunden komplet blechen: Unter anderem Limango, Thalia, TomTom Dort zahlt der Wankelmütige komplett.
Die komplette Liste der Top 101 biete das Vergleichsportal Vergleich.org auf.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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