
Salamander soll verkauft werden
Der Schuhkonzern Salamander steht vor dem Verkauf an die Ara AG, den bisherigen Hauptkonkurrenten. Die Salamander-Mutter Egena Goldfeil konzentriert sich künftig auf Uhren und Schmuck.
Björn BöerChefredakteurKartellamt ist bereits eingeschaltet
Salamander gehört seit vier Jahren zu Egana Goldpfeil, einer deutsch-chinesischen Gruppe von Edelmarkenherstellern (wie Sioux und Joop!). Für deren Europa-Holding mit Sitz in Offenbach wurde im Herbst das Insolvenzverfahren eröffnet.
Wie der Insolvenzverwalter Ottmar Hermann der FTD sagte, ist Salamander von der Insolvenz nicht betroffen. Inzwischen liege ein Übernahmeangebot der Ara AG aus Langenfeld vor. Beim Bundeskartellamt sei die Übernahme bereits angemeldet worden.
Neuausrichtung von Egana-Goldpfeil
Mit dem Verkauf von Salamander würde nicht nur die Ara-Gruppe deutlich größer. Zugleich wäre es auch ein markanter Schritt bei der Neuausrichtung der Europa-Aktivitäten der Egana-Goldpfeil-Gruppe, wie die FTD schreibt. Für die Europa-Holding habe der Insolvenzverwalter eine Konzentration auf Schmuck und Uhren angekündigt.
Daher sollte die Tochterfirma Salamander mit weltweit 1.800 Beschäftigten und rund 190 Millionen Euro Umsatz als bislang größter Vermögenswert von Egana Goldpfeil Europe verkauft werden.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
Alle Beiträge