
Schickedanz will fast zwei Milliarden Euro Schadenersatz
Der Klageankündigung folgt nun die Umsetzung: Madeleine Schickedanz holt zum Schlag gegen Sal. Oppenheim und ihre ehemaligen Vermögensberater aus. Die Quelle-Erbin will ihr verlorenes Vermögen zurückerstreiten.
Thomas RehmRedakteurZwölf Klageanträge
Die von Schickedanz angekündigten insgesamt zwölf Klageanträge richten sich gegen Sal. Oppenheim, ihren ehemaligen Vermögensberater Josef Esch sowie weitere Beteiligte.
Die Klage ist bisher nur angekündigt worden; zunächst hatte Schickedanz das Oberlandesgericht aufgefordert, ein zuständiges Gericht zu bestimmen. Mehrere wären in Frage gekommen, weil die ehemaligen Finanzberater, die verklagt werden sollen, in unterschiedlichen Städten wohnen. Der Einfachheit halber entschied das Oberlandesgericht Köln nun, dass alles vor dem Landgericht Köln abgehandelt werden soll.
Vorwurf: Riskante Geldanlagen
Schickedanz wirft ihren ehemaligen Finanzberatern vor, ihr Geld in riskante Anlagen gesteckt zu haben, obwohl sie selbst eine konservative Anlagestrategie gewünscht habe. Schickedanz hatte sich in großem Stil an dem 2009 zusammengebrochenen Handelskonzern Arcandor (KarstadtQuelle) beteiligt.
Das Bankhaus Sal. Oppenheim, das mittlerweile von der Deutschen Bank übernommen worden ist und eine komplett neue Führung hat, hält die Vorwürfe nach früheren Angaben für rechtlich nicht haltbar. Auch Josef Esch hatte die Vorwürfe bereits bei Bekanntwerden der Klagevorbereitungen im vergangenen Jahr zurückgewiesen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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