
Schlecker Österreich: neuer Name, neues Konzept
Für die Mitarbeiter von Schlecker-Österreich gibt es eine Zukunft - das Unternehmen hat einen neuen Besitzer. Dieser will die Läden umkrempeln, benötigt dafür aber auch Hilfe von anderer Stelle.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentTap 09 ist nach eigenen Angaben auf die außergerichtliche Sanierung von Unternehmen spezialisiert. Das Geschäftsmodell dieser sogenannten Private Equity Fonds besteht darin, angeschlagene und verschuldete Unternehmen ganz oder mehrheitlich zu übernehmen, umzubauen und zu sanieren, um sie dann weiter zu verkaufen.
Nahversorgungskette soll entwickelt werden
"Ich freue mich sehr, dass es für die 4.600 Mitarbeiter und die Filialen eine gute Zukunft geben wird", sagte Geiwitz. "Die Gespräche mit TAP 09 waren kooperativ und von dem Bestreben einer bestmöglichen Lösung für die Mitarbeiter geprägt."
Rudolf Haberleitner, Geschäftsführer von TAP 09, sagte: "Wir haben mit diesen Standorten jetzt eine Basis, auf der wir unser neues Konzept sehr schnell umsetzen können." Das Unternehmen bezeichnet sich als "The Turnaround Platform".
TAP 09 plant laut Mitteilung, die Märkte zu einer "Nahversorgungskette" zu entwickeln, die neben den Drogeriewaren weitere Sortimente für den täglichen Bedarf anbieten wird. Das Drogeriemarktkonzept wolle man als Basis zunächst übernehmen.
Aus Schlecker wird "daily"
Schlecker Österreich werde in den kommenden Monaten einem "Rebranding" unterzogen und in Zukunft den Handelsnamen "daily" tragen. Das neue Nahversorgungskonzept soll Konsumenten motivieren, Güter des täglichen Bedarfs in direkter Nachbarschaft an deren Wohnorten zu kaufen.
Laut "Wiener Zeitung" hat TAP09 die die Vermieter der Schlecker-Filialen per Brief um Zugeständnisse gebeten. Die Bitte: Entweder Verzicht auf Mietzahlungen in den nächsten sechs Monaten - oder eine Reduzierung der Miete um 20 Prozent.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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