
Schlecker-Transfergesellschaft: Rösler nimmt Länder in die Pflicht
An diesem Montag beraten die Bundesländer, ob sie die Forderung von Wirtschaftsminister Rösler erfüllen können: Für einen Staatskredit für Schlecker sollen sie die volle Haftung übernehmen.
David WöllensteinRedakteurAn diesem Montag wollen die Bundesländer in Berlin darüber und klären, ob sie für einen Kredit bürgen.
200 Filialen weniger werden geschlossen
Die Gewerkschaft Verdi macht den Beschäftigten indes Hoffnung, dass der angekündigte Stellenabbau bei Schlecker etwas moderater ausfallen könnte. Die Zahl der gestrichenen Arbeitsplätze werde unter 11.750 liegen, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Sonntag in Kassel. Denn statt, wie ursprünglich beabsichtigt, 2.400 sollen nur 2.200 Filialen geschlossen werden.
Vor zweieinhalb Wochen hatte Insolvenzverwalter Geiwitz bei der Vorstellung seines Sanierungskonzepts davon gesprochen, dass 11.750 Jobs gestrichen werden müssen. Nutzenberger erklärte nun, dass die Zahl der reduzierten Stellen"deutlich" niedriger liegen werde.
Die Kündigungslisten sollen voraussichtlich Dienstag feststehen. Verdi und der Schlecker-Betriebsrat brauchen nach eigenen Angaben zwei weitere Tage.
Genaue Zahlen darüber, wie viele Schlecker-Beschäftige ihre Jobs verlieren, gibt es derzeit nicht.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
Alle Beiträge