Schöner Shoppen - Teil 1: Boden und Wände

Schöner Shoppen - Teil 1: Boden und Wände

Zum Einkaufen gehört auch eine gute Inszenierung im Laden. Teil 1 der Ladenbau-Serie: Böden und Wände. Er wird getreten und selten beachtet.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Zum Einkaufen gehört auch eine gute Inszenierung im Laden. Teil 1 der Ladenbau-Serie: Böden und Wände.Die Verkaufsprofis sind sich einig: Ein Erlebnis soll der Einkauf sein, der Kunde soll sich wohlfühlen und so in die richtige Kauflaune kommen.
Der Handel schaut sich daher einige ausgewählte Aspekte der Inszenierung im Verkaufsraum genauer an und präsentiert die Trends im Ladenbau: Heute sind Böden und Wände dran.

Der Blick nach unten lohnt sich: Böden

Er wird getreten und selten beachtet. Dabei geht nichts ohne den guten Auftritt: Um den Boden sollte sich der Händler einige Gedanken machen. Denn er muss robust sein und gut ins Ladenkonzept passen.

„Beliebt sind derzeit heterogene PVC-Beläge wie zum Beispiel von Amtico, deren Oberfläche die Optik eines Naturprodukts imitiert", nennt Matthias Bohn, Bodenspezialist des einzelhandelserfahrenen Bauunternehmens Mänz und Krauss Ausbau GmbH, als Trend im Ladenbau. „Der Clou: die Maserung der PVC-Planken weicht wie bei Dielen oder Parkettböden voneinander ab, sodass der Laie den PVC-Belag kaum von einem Holzboden unterscheiden kann." Das PVC-Material sei dazu extrem verschleißfest und halte höchsten Beanspruchungen stand.

Zum anderen sieht er einen Trend zurück zum Designboden: „Unser Wort für diese Oberflächen lautet ‚rough‘. In den Hackeschen Höfen in Berlin hat jeder zweite Shop einen dieser dünnschichtigen Betonbeläge", berichtet Bohn. „Die lassen sich auf die unterschiedlichste Weise behandeln und so ergeben sich großartige Effekte, egal ob gewachst, geölt, gefärbt oder versiegelt."

Als Weiterführung dieses Trends hat Mänz und Krauss einen geschliffenen Hartstoff-Estrich entwickelt, der selbst höchsten Belastungen standhalten soll: „Dazu verwenden wir Granitsplitt, der mit Kunstharzen und Zementen gebunden und dann geschliffen wird. Das ist nicht gerade eine Billiglösung, weil das Schleifen zeit- und arbeitsaufwendig ist." Wie das aussehen kann, lässt sich in Berlin bei Hugo Boss in der Rosenthaler Straße oder im adidas Originals Store in der Münzstraße besichtigen: „Dort haben wir den Bodenbelag weiß eingefärbt, und trotzdem sehen Sie auf dem adidas-Boden auch nach fünf Jahren kaum Gebrauchsspuren."

Seitenblick erwünscht: Wände

An der Wand hat sich in jüngster Zeit nicht viel geändert, sagt Jan Growe, Abteilungsleiter Ladenbau bei Mänz und Krauss Ausbau: „Hier ist ‚rough‘ weiterhin das Modewort, also rohes Mauerwerk, lackiert oder unbehandelt." Daneben fragen viele Kunden nach Spachtel- und Lasurtechnik um Marmor- oder ähnliche Effekte zu erzielen.

„Der Kreativität sind bei den Wänden grundsätzlich keine Grenzen gesetzt", sagt der Ladenbauer. „Zum Beispiel haben wir kürzlich Bürowände mit Blattgold belegt und für den japanischen Lifestyle-Händler Muji die Wände mit warm gewalzten, lackierten Metallplatten verkleidet."

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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