Schöner Shoppen - Teil 4

Schöner Shoppen - Teil 4

Der Kunde will wissen, wo's lang geht. Produktinformationen und eine gute Kundenführung sind Trumpf im Laden. Teil 4 unserer Ladenbau-Serie.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Instore-TV im Handelseinsatz

Ob als intelligentes Plakat, zur Produkterklärung oder für Werbefilmchen: Seitdem die Flachbildschirme erschwinglich geworden sind, sieht man sie immer öfter im Handelseinsatz.

Denn nichts kann so gut Emotionen wecken wie bewegte Bilder: Das Londoner Nobelkaufhaus Harrod's zeigte seinen Kunden vor Kurzem eine Direktübertragung in den Hühnerstall, aus dem die Eier im Regal stammen.

Auch für Supermärkte lohnt sich der Einsatz von Monitoren als Werbemittel, wirbt die Branche: Mit ihrer Hilfe kann im Vergleich zu klassischen Text-Preis-Plakaten eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 21,75 Prozent erzielt werden, heißt es in einer Studie der Visual Merchandising Initiative.

„Keine Werbefläche ist so flexibel wie ein Bildschirm", sagt auch Philipp Boltze von IBM. Ob Digital Signage, Instore TV oder Instore Advertising: „Egal, wie man diese Bildschirme nennt, ihnen gehört die Werbezukunft in der Filiale", ist er überzeugt. „Denn so lassen sich Werbebotschaften passend zur Wetterlage, Tageszeit, dem Besucherstrom oder sogar auf den einzelnen Kunden fokussieren."

Nur was helfen die schönsten Bildschirme, wenn sie da sind, wo sie nicht stören, wo sie aber auch keiner sieht? „Sie müssen nicht unbedingt Regalfläche wegnehmen", sagt Boltze. „Aber sie sollten zumindest so platziert werden, dass sie je nach Einsatzgebiet entweder schon von Weitem sichtbar sind, oder aber dediziert in direkter Nähe zu einzelnen Produkten stehen."

Die Kunden richtig führen

Da hat ein Händler das tollste Sortiment, der Kunde findet sich nicht im Laden zurecht: Der Alptraum eines jeden Verkaufprofis, vor allem in größeren Ladenlokalen. Im neuen Metro Future Store in Tönisvorst geleiten sogenannte Innovationslotsen die Kunden: Jeder Roboter verfügt über einen drehbaren Kopf und Sensoren, um seinen Weg zu finden, und kommuniziert mit dem Kunden, in dem dieser per Touchscreen seine Wünsche mitteilt.

Etwas weniger gewöhnungsbedürftig und vor allem auch weniger auffällig sind die sogenannten persönlichen Shopping-Assistenten - im neuen Future Store per Handy, bei früheren Tests wurde ein Display am Einkaufswagen angebracht: Der Kunde scannt die Ware selbst und legt sie in den Wagen.

„Der Händler kann über die Shopping-Assistenten auch mit dem Kunden kommunizieren und ihn beispielsweise auf Sonderangebote hinweisen oder weitere Informationen zu den Produkten geben", nennt Philipp Boltze von IBM als Vorteil. Am Ende zahlt der Kunde den auf dem Display angegebenen Betrag.

„Auch wenn man dadurch im Checkout Bereich viel Platz einsparen kann, so benötigt man zumindest ein Teil des Platzes dafür im Eingangsbereich", sagt Boltze. „Dort müssen Regale mit den Geräten für den Kunden bereitstehen."

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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