Schwacher Dezember für den Einzelhandel

Schwacher Dezember für den Einzelhandel

2 Min.Aktualisiert am
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Zwar ist die Umsatzbilanz für 2012 noch erträglich - aber der letzte Monat des Jahres war für den Handel mau. Real gab es einen deutlichen Rückgang der Erlöse. Nur der Onlinehandel jubiliert.

Preisbereinigt (real) sanken die Umsätze im Einzelhandel allerdings erstmals seit 2009 wieder leicht um 0,3 Prozent. Dabei fiel der Dezember besonders schwach aus. Die Einzelhändler setzten nach den vorläufigen Zahlen nominal 1,9 Prozent und real 4,7 Prozent weniger um als zwölf Monate zuvor. Allerdings hatte der Dezember auch zwei Verkaufstage weniger als der Vorjahresmonat.

Non-Food verliert am meisten

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte laut Destatis im Dezember 2012 nominal 0,4 Prozent und real 4,1 Prozent weniger um als im Dezember 2011. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 0,3 Prozent und real um 4 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 1,6 Prozent und real 5 Prozent weniger als im Dezember 2011 umgesetzt.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im Dezember 2012 nominal (minus 3,5 Prozent) und real (minus 5,3 Prozent) ebenfalls niedriger als im Dezember 2011.

Onlinehandel mit grandiosem Weihnachtsgeschäft

Für den Onlinehandel dagegen verlief das Weihnachtsgeschäft abermals glänzend. Laut  Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh), wurden im reinen E-Commerce mit 5,5 Milliarden Euro 25 Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Vor allem seien Bekleidung, Unterhaltungselektronik und Bücher im Internet bestellt worden. "Die exzellenten Zahlen des Weihnachtsgeschäfts spiegeln den positiven Verlauf des gesamten letzten Jahres im interaktiven Handel", betonte Verbands-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.

In Online- und Versandhandel seien im Weihnachtsgeschäft 2012 insgesamt
8,3 Milliarden Euro umgesetzt worden. 2011 waren es noch 6,8 Milliarden Euro, der E-Commerce-Anteil lag bei 4,4 Milliarden Euro.

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