
Selbstständige Mamas werden unterschätzt
Zwar ist der Einzelhandel nicht die beliebteste Branche, um sich als Mutter kleiner Kinder selbstständig zu machen. Aber im Onlinehandel sind die "Mompreneuere" Umsatzbringer, zeigt eine Studie.
Die mit Abstand beliebteste Branche der selbstständigen Frauen ist den Statistikern zufolge das Gesundheits- und Sozialwesen. Die Zahl selbständiger Mütter verteilt sich wie folgt auf die Top-5-Branchen:
- Gesundheits- und Sozialwesen (99.000 Mompreneure)
- Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (69.000)
- Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (58.000)
- Einzelhandel inklusive Onlinehandel (42.000)
- Erziehung und Unterricht (35.000)
Aktuell gibt es laut Statistischem Bundesamt rund 5.200 "Mompreneure" im Onlinehandel, ihr durchschnittlicher Pro-Kopf-Umsatz beträgt 97.141 Euro im Jahr. Bis 2020 wird demnach der Wert um fast ein Drittel (31,6 Prozent) auf 127.857 Euro zulegen. Seit 2010 wäre damit dann ein Wachstum der Pro-Kopf-Erlöse im E-Commerce von fast 200 Prozent zu beobachten
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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