SEO-Analyse: Schlechte Noten für die Top-Shops schon bei den Basics

SEO-Analyse: Schlechte Noten für die Top-Shops schon bei den Basics

Schon erstaunlich, dass man beispielweise die Webshops von H&M oder C&A überhaupt im Netz findet. Denn die kommen in Sachen Suchmaschinenoptimierung (SEO) ganz schlecht weg. Das sagt eine Studie der Online-Marketing Agentur SoQuero. Die hat die 100 umsatzstärksten Online-Shops gemäß EHI Retail Institut auf ihre SEO-Tauglichkeit hin überprüft und in zahlreichen Online-Shops bereits bei den SEO-Basics Schwachstellen gefunden.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Selbst bei großen Namen reicht es nicht in allen untersuchten Kategorien immer für ein "sehr gut". So gibt es beispielsweise für Bonprix im Fach "Technik und Struktur" nur ein "befriedigend".
„Unsere Analyse zeigt, dass auch die großen E-Commerce-Player bei den SEO-Basics noch nicht alle Hausaufgaben gemacht haben. Einfachste Optimierungsmaßnahmen sind oft nicht erledigt und Potentiale leichtfertig verschenkt“, sagt Tobias Jungcurt, Leiter SEO bei SoQuero. Gerade im Hinblick auf die SEO-Themen Bewertungen, Content Marketing, Rich Snippets und Author Tag sieht Jungcurt gesteigerten Handlungsbedarf.

Standards bei Technik & Struktur missachtet

Eine Robots.txt-Datei, um den Bots der Suchmaschinen mitzuteilen, welche Inhalte Sie indizieren dürfen und welche nicht, ist überall Standard. Doch einen weiteren Standard, eine XML-Sitemap, setzen nur 56% der Online-Shops ein, um der Suchmaschine mitzuteilen, wie die Website aufgebaut ist und welche URLs indiziert werden sollen. Auch zeigt die Analyse, dass lediglich zwei Drittel der untersuchten Online-Shops die Suchmaschinen-Optimierung von Bildern mittels Alt-Tag umgesetzt haben. Weiteres Optimierungspotenzial zeigte sich bei der ‚404: Not Found-Fehlerseite‘: zwar haben 70 Prozent der untersuchten Shops eine entsprechende Seite eingerichtet, die Analyse der inhaltlichen Gestaltung ergab aber, dass keiner der umsatzstärksten Online-Händler alle Elemente der inhaltlichen Optimierung berücksichtigt hat.

Nachholbedarf im Bereich Content

Das Thema „Content-Optimierung“ – also z.B. die Pflege von Meta-Titles und die Auszeichnung von Überschriften – wird von der Mehrheit der Top 100 nahezu vorbildlich umgesetzt. Schwächen zeigen die Online-Shops jedoch beim Einsatz von User Generated Content und der Pflege eines eigenen Unternehmensblogs, den nur 32 Prozent der Shops als Kommunikationskanal und Lieferant von Content nutzen. Hier zeigt sich noch Optimierungsbedarf, der das Ranking des Shops positiv beeinflussen kann.

SEO-Zukunftsthemen vernachlässigt

Großer Nachholbedarf zeigt sich insbesondere in puncto Rich Snippet-Optimierung, also der Anreicherung der Suchergebnisse in den SERPs (Suchergebnisseiten) mit Zusatzinfos wie z.B. Produktbewertungen oder Preise: Hier ergab die Studie, dass aktuell keiner der untersuchten Online-Shops eine konsequente Rich Snippet-Strategie für Produkt- und Kategorie-Seiten vorweisen kann. Auch bei den Themen Social-SEO und Social Media Optimization gibt es deutliche Schwachstellen. So haben gerade einmal 70% der Online-Shops ein eigenes Profil bei Google +, regelmäßig gepflegt wird dieses jedoch gerade einmal von 36 Prozent. Ähnlich sieht die Quote beim Thema „Mobile Optimierung“ aus, hier können gerade einmal 4 von 10 der Top 100 Online-Shops mit einer mobilen Version glänzen.

Die komplette Analyse mit den Studienergebnissen sowie die komplette Bewertungsmatrix für alle Top 100 Shops kann bei SoQuero angefordert werden.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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