
Shopify - Die mächtige Amazon-Alternative
Für die einen gilt Shopify angesichts einer furiosen Entwicklung an der Börse, wo das Unternehmen inzwischen mehr wert ist als eBay, als lohnendes Investment, für andere ist die E-Commerce-Plattform eine immer mächtiger werdende Alternative zu Amazon. Warum ist das so?
Start-ups aus der TV-Reihe „Die Höhle der Löwen“
So finden sich etliche Start-ups aus der TV-Reihe „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) unter den Nutzern.
Anders als beim Kampf um die Aufmerksamkeit bei Amazon, muss man sich bei Shopify, das ebenso wie Mitbewerber wie WooCommerce als Plattform selbst beim Kunden nicht in Erscheinung tritt, aber über das Produkt und Werbung auf sich aufmerksam machen.
Dafür macht die Plattform auch den Zugang zu neuen Kanälen einfach und ermöglicht es, Artikel über Kanäle wie Pinterest, Instagram und Facebook zu verkaufen. Über einen Instagram-Vertriebskanal können zugelassene Shops beispielsweise Produkte in ihren Beiträgen markieren, damit können Kunden dann im Onlineshop einkaufen und auschecken, ohne dafür die Instagram-App jemals zu verlassen.
Shopify investiert in Fulfillment
Inzwischen mischt das Cloud-Shopsystem auch beim Fulfillment mit und will unter anderem – zunächst in den USA - die nächstgelegenen Fulfillment-Center und optimale Bestandsmengen pro Standort vorhersagen, um im Verbund mit einem Netzwerk von Logistik-Dienstleistern eine schnelle und kostengünstige Lieferung zu gewährleisten. Das soll auch den Shopify-Händlern helfen, die wachsenden Erwartungen immer ungeduldigerer Kunden zu befriedigen. Es ist eine Milliarden-Dollar-Investition.
Shopify, glaubt denn auch der renommierte Tech-Analyst Ben Thompson, „könnte langfristig der größte Konkurrent von Amazon sein, als auch ein Unternehmen, mit dem Amazon nicht konkurrieren kann.“ Längst finden sich denn auch große Namen unter den Shopify-Kunden. Händler und Marken wie Budweiser, Tesla und Nestle (Nescafe) gehören zu Shopify-Nutzern. Oder auch das Beauty-Label Kylie Cosmetics von Mega-Influencerin Kylie Kardashian. Händler in dieser Größenordnung nutzen dann zumeist eine etwas komplexere - und teurere - Enterprise-Lösung.Gründer Tobias Lütke sieht Shopify, wo Shops deutlich inspirierender aussehen als die Welt des digitalen Katalog-Riesen, gleichwohl nicht als Amazon-Rivalen. „Wir sind eher eine Fabrik für Konkurrenten von Amazon", sagte er der FT.
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Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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