Shopify - Die mächtige Amazon-Alternative

Shopify - Die mächtige Amazon-Alternative

2 Min.Aktualisiert am
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Für die einen gilt Shopify angesichts einer furiosen Entwicklung an der Börse, wo das Unternehmen inzwischen mehr wert ist als eBay, als lohnendes Investment, für andere ist die E-Commerce-Plattform eine immer mächtiger werdende Alternative zu Amazon. Warum ist das so?

Shopify, von dem Deutschen Tobias Lütke in Kanada gegründet, zieht vor allem kleinere E-Commerce-Anbieter mit seiner „all-in-one“ E-Commerce-Lösung fast schon magisch an. Bei dem Software-as-a-Service-Angebot müssen sich Händler nämlich keine Kopfschmerzen um die Shop-Technik machen. Unterschiedliche Preis-Modelle, etliche Shop-Designs, einfache Integration mehrerer Vertriebskanäle, Bestandsmanagement und simpel erstellbare Marketing-Verknüpfungen sind nur einige der Vorzüge. Das macht es gerade für Business-Neulinge interessant, die mit wenigen Klicks eine solide Shop-Lösung bauen wollen.

Start-ups aus der TV-Reihe „Die Höhle der Löwen“

So finden sich etliche Start-ups aus der TV-Reihe „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) unter den Nutzern.
Anders als beim Kampf um die Aufmerksamkeit bei Amazon, muss man sich bei Shopify, das ebenso wie Mitbewerber wie WooCommerce als Plattform selbst beim Kunden nicht in Erscheinung tritt, aber über das Produkt und Werbung auf sich aufmerksam machen.

Dafür macht die Plattform auch den Zugang zu neuen Kanälen einfach und ermöglicht es, Artikel über Kanäle wie Pinterest, Instagram und Facebook zu verkaufen. Über einen Instagram-Vertriebskanal können zugelassene Shops beispielsweise Produkte in ihren Beiträgen markieren, damit können Kunden dann im Onlineshop einkaufen und auschecken, ohne dafür die Instagram-App jemals zu verlassen.

Shopify investiert in Fulfillment


Inzwischen mischt das Cloud-Shopsystem auch beim Fulfillment mit und will unter anderem – zunächst in den USA - die nächstgelegenen Fulfillment-Center und optimale Bestandsmengen pro Standort vorhersagen, um im Verbund mit einem Netzwerk von Logistik-Dienstleistern eine schnelle und kostengünstige Lieferung zu gewährleisten. Das soll auch den Shopify-Händlern helfen, die wachsenden Erwartungen immer ungeduldigerer Kunden zu befriedigen. Es ist eine Milliarden-Dollar-Investition.

Shopify, glaubt denn auch der renommierte Tech-Analyst Ben Thompson, „könnte langfristig der größte Konkurrent von Amazon sein, als auch ein Unternehmen, mit dem Amazon nicht konkurrieren kann.“ Längst finden sich denn auch große Namen unter den Shopify-Kunden. Händler und Marken wie Budweiser, Tesla und Nestle (Nescafe) gehören zu Shopify-Nutzern. Oder auch das Beauty-Label Kylie Cosmetics von Mega-Influencerin Kylie Kardashian. Händler in dieser Größenordnung nutzen dann zumeist eine etwas komplexere - und teurere - Enterprise-Lösung.Gründer Tobias Lütke sieht Shopify, wo Shops deutlich inspirierender aussehen als die Welt des digitalen Katalog-Riesen, gleichwohl nicht als Amazon-Rivalen. „Wir sind eher eine Fabrik für Konkurrenten von Amazon", sagte er der FT.

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