Smartphone immer öfter Einkaufsberater

Smartphone immer öfter Einkaufsberater

Viele Kunden informieren sich inzwischen unterwegs per Smartphone oder Tablet-PC über Produkte, die sie kaufen wollen. Vor allem, wenn sie teuer sind: Der durchschnittliche Warenwert beträgt 670 Euro.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Demnach ist noch die Internetrecherche am stationärem Computer noch der beliebteste Weg, sich vor einem geplanten Kauf zu informieren: 87,4 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich "sehr oft" auf diesem Wege Informationen einholen.

Gleich an zweiter Stelle folgt 46,2 Prozent die mobile Informationsbeschaffung per Smartphone oder Tablet-PC. Nur 36 Prozent der Mobilgerätebesitzer geben an, dass sie sich "sehr oft" im Laden informieren.

Generation Smartphone

Wenig überraschend ist, dass vor allem die jüngeren Verbraucher mobil sind: 81,7 Prozent der 14- bis 29-jährigen Smartphone- und Tablet-PC-Besitzer haben schon einmal mobil nach Produktinformationen gesucht. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 75,6 Prozent und bei Verbrauchern im Alter ab 50 Jahren immer noch 62,8 Prozent – vorausgesetzt sie besitzen ein mobiles Endgerät.

Rund Zweidrittel der Befragten rufen mobil Informationen über Computer, Unterhaltungselektronik, Applikationen und elektronische Medien wie CDs oder DVDs ab. Information über Bücher holen sich knapp 64 Prozent ein. Etwas mehr als die Hälfte der Mobilgerätebesitzer nutzen das Gerät auch vor dem Fahrzeugkauf oder vor dem Kauf von Fahrzeugzubehör.

Potenzial habe die mobile Vorabinformation noch im Bereich Lebensmittel mit 51,6 Prozent, Werkzeug mit 45,4 Prozent und Spielzeug mit 44 Prozent, heißt es in der Studie.

Durchschnittlicher Warenwert 670 Euro

Durchschnittlich betrug der Gesamtwert der Waren, die die Besitzer eines Smartphones oder Tablet-PCs in den vergangenen vier Wochen mobil recherchiert haben, 670 Euro. Informationen zum Preis wurden als Vorabinformation von 82,2 Prozent der Befragten, die das Mobilgerät zur Recherche nutzen, "sehr oft" abgefragt.

69,4 Prozent der Informationssuchenden gaben an, funktionelle Produkteigenschaften mobil recherchiert zu haben. 62 Prozent der Befragten haben sich unterdessen mobil über die Bewertung des Produktes oder der Dienstleistung durch andere Verbraucher informiert, was zeigt, wie sehr die Meinung anderer Verbraucher bei einer Kaufentscheidung interessiert.

53 Prozent der Personen waren an der Verfügbarkeit des Produktes interessiert und 57,3 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich "manchmal" auch über die Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeitseigenschaften eines Produktes oder einer Dienstleistung erkundigen.

Mobil informieren, online kaufen

Knapp zwei von drei Besitzer eines Smartphones oder Tablet-PCs gaben an, dass sie sich mobil informieren und anschießend online kaufen. Knapp 60 Prozent der Befragten sagten, dass sie sich mobil informieren und anschließend im Ladengeschäft kaufen. Rund die Hälfte der Befragten informiert sich mobil und kauft anschließend auch mobil.

Gut 45 Prozent der Mobilgerätebesitzer informieren sich offline und kaufen anschließend mobil ein, während rund die Hälfte der Befragten online recherchiert, bevor sie per Smartphone oder Tablet-PC einen Einkauf tätigen.

"Die Zahlen der Studie belegen eindrucksvoll, dass online, offline und mobil nicht in Konkurrenz stehen, sondern einander ergänzen und stützen", ist Nikolaus Lindner, Leiter Government Relations und Experte für Verbraucherthemen bei eBay, überzeugt. "Gerade die Recherche von Produktinformationen per Smartphone oder Tablet-PC vor einer Kaufentscheidung stellt eine wertvolle Ergänzung dar, da jederzeit und überall Zusatzinformationen etwa auch durch Bewertungen und Empfehlungen anderer Verbraucher zur Verfügung stehen.“"

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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