
"Spielzeug ist krisensicher"
Videospiele als Umsatzgaranten, mehr Verkaufswochen in der Adventszeit. Die Spielwarenbranche blickt optimistisch dem Weihnachtsgeschäft entgegen.
Thomas RehmRedakteurWeihnachten darf nicht ausfallen
Verbandsgeschäftsführer Fischel sagte, "dass kein Kind es verstehen würde, wenn Weihnachten wegen der Finanzkrise ausfallen würde". Spielzeug sei krisensicher.
Die gestiegenen Rohstoffpreise und Lohnkosten in China hätten zwar 2008 zu einer Erhöhung der Einkaufspreise geführt. Diese seien aber wegen des günstigen Dollar-Kurses wieder aufgefangen worden. "Damit profitiert der Konsument von einer stabilen Preisentwicklung im Weihnachtsgeschäft", betonte Fischel. Das Verhältnis der beiden Währungen ändere sich aber derzeit, weshalb die Händler nicht ausschließen könnten, dass 2009 höhere Kosten auf die Kunden zukämen.
Laut einer Studie der Marktforscher der npdgroup bekommt jedes Kind bis 14 Jahre im Durchschnitt Weihnachtsgeschenke im Wert von insgesamt 240 Euro. Nachgefragt werden vor allem Videospiele, bei denen der BVS im Vergleich zum Vorjahr mit einem Umsatzwachstum um 20 Prozent auf 1,445 Milliarden Euro kalkuliert. Konsolen und Software machen nunmehr bereits 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die Hälfte aller gekauften Spielwaren ist seit maximal einem Jahr auf dem Markt.
Laut einer Schätzung kaufen die Deutschen Spielzeug am liebsten im Fachhandel.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
Alle Beiträge