
Arthy: "Mitdenkender" Assistent für Amazon-Händler
Das Hamburger Start-up Amz.tools will mit der KI-gestützten Anwendung Arthy das Geschäft von Amazon-Händlern revolutionieren. Arthy soll nicht nur Software-Lösung, sondern ein "ganz normaler Mitarbeiter" sein, der mitdenkt und proaktiv Empfehlungen gibt, von Verkaufsaktionen bis zum Umgang mit Kundenbewertungen. Etailment stellt das Start-up vor.
Vor wenigen Tagen hat Amz.tools Arthy auch als Smartphone-App gestartet. Händler sollen damit jederzeit und noch schneller auf Veränderungen in ihrem Geschäft reagieren können, die ihnen das System als Push-Nachricht zeigt. Im Etailment-Kurzinterview stellt Amz.tools-COO Florian Giday das Start-up vor.Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Mit Arthy haben wir einen vollwertigen digitalen Mitarbeiter entwickelt. Er übernimmt Aufgaben und überwacht Prozesse von E-Commerce-Unternehmen, die auf Amazon ihre Produkte vertreiben. Wichtig dabei ist: Arthy soll wie ein ganz normaler lebender Mitarbeiter funktionieren, der immer und überall zur Verfügung steht, proaktiv ist und mitdenkt. Durch die Analyse einer Vielzahl von Daten ist Arthy in der Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen oder Entscheidungsvorschläge zu unterbreiten. Mit der Sprachsteuerung können Nutzer alles von Arthy erfragen und Aufgaben delegieren.
Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Wir entwickeln einen digitalen Mitarbeiter, der nutzungs- und umsatzbasiert (SaaS) abgerechnet wird. Keine hohen Fixkosten, keine Krankheitstage - stattdessen akkurate Daten, stetiges Monitoring des Geschäftes und Entscheidungshilfen.
Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Arthy hat bereits mehrere hundert Unternehmenskunden für sich gewinnen können. Diese reichen von kleineren Unternehmen bis hin zu international agierenden Cooperates.
Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass Arthy allen Verkäufern auf Amazon einen direkten messbaren Mehrwert liefert. Sei es in puncto Kosteneinsparung und -erstattung oder im Bereich der Zeiteffizienz. Unser Ziel ist es, dass Arthy so weit im Tagesgeschäft integriert ist, dass sie nicht mehr wegzudenken ist. Wir arbeiten daran, dass jeder Amazon-Verkäufer unsere Software als Teil eines operativen Teams integrieren will.
Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Wichtig sind eine klare Vision und ein effektiver Marketingkanal. Es ist nicht immer einfach, neue Wege zu gehen und immer weiter voranzukommen, insbesondere wenn nicht alle Ergebnisse sofort sichtbar sind. Aber dank des Engagements des gesamten Teams konnte Arthy wachsen und beeindruckende Nutzerzahlen erreichen.Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Die monetären Einsparungspotenziale, die Arthy bis heute für unsere Nutzer ermittelt hat, liegen bei über 8 Millionen. Daneben konnten unsere Anwender dank Arthy aber auch enorme Zeiteinsparungen erzielen und diese für die Skalierung ihres Geschäfts in anderen Bereichen nutzen.
Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
Wenn wir so weiterwachsen wie bisher, wäre es vielleicht: "1.000.000 Nutzer - Arthy im E-Commerce eine feste Größe"
Redakteurin
Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.
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