
Motatos: Online-Supermarkt für gerettete Lebensmittel
Motatos verkauft in seinem Onlineshop FMCG-Artikel, die aus Überbeständen oder Saisonaktionen stammen oder die nahe am Mindesthaltbarkeitsdatum sind bzw. es bereits überschritten haben. Die Gründer kommen aus Schweden und wollen beweisen, dass Nachhaltigkeit und Profit sich nicht ausschließen müssen.
Außerdem vertreibt Motatos Lebensmittel unter den Eigenmarken Saved by Motatos und By Motatos. Saved By Motatos bietet haltbare Produkte an, die aus geretteten Zutaten, wie z. B. krummem Gemüse, hergestellt wurden. Unter der Marke By Motatos gibt es reguläre Grundnahrungsmittel wie Reis oder Nudeln an, die für den monatlichen Grundbedarf gedacht sind.Das genaue Haltbarkeitsdatum der einzelnen Artikel wird im Webshop mit angegeben, sodass der Kunde vor dem Kauf darüber Bescheid weiß. Es gibt einen Mindestbestellwert, der bei 29 Euro liegt. Ab einem Bestellwert von 45 Euro entfallen die Versandkosten in Höhe von 4,90 Euro.
Im Etailment-Interview erklärt Deutschland-Geschäftsführer Alexander Holzknecht das Geschäftsmodell von Motatos.
Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Wir sind dein Online-Vorratsschrank für gerettete Lebensmittel, die es nicht mehr in den Supermarkt schaffen - wegen Verpackungsfehlern, zu kurzer Mindesthaltbarkeit, Saisonalität oder Überproduktionen. Wir kaufen diese Produkte direkt von den Herstellern und verkaufen sie zu günstigen Preisen in unserem Onlineshop direkt an Verbraucher.Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Motatos bietet eine unkomplizierte und transparente One-Stop-Solution für die Abnahme von Überbeständen im Lebensmittel- und FMCG-Bereich. Wir garantieren den direkten Weiterverkauf an Endkonsumenten, die Abnahme von Großmengen & ein positives Markenumfeld für Ihre Produkte.
Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Wir arbeiten mit mehr als 400 Lieferanten zusammen, die uns regelmäßig mit Lebensmitteln versorgen, die sie im regulären Handel nicht mehr platzieren können. Diese Produkte konnten wir gemeinsam mit etwa 300.000 aktiven Kunden retten.
Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Barilla, Ferrero, P&G, Mondelez - eigentlich alle Unternehmen, die regelmäßig mit Überbeständen zu kämpfen haben und nach einer unkomplizierten, nachhaltigen Lösung suchen.
Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Viele Menschen verwechseln das Mindesthaltbarkeitsdatum mit einem Verbrauchsdatum. Dabei gibt es nur auf einigen wenigen Lebensmitteln wie frischem Fisch oder Geflügel ein wirkliches Verbrauchsdatum. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist lediglich eine Garantie des Herstellers, dass die Produkte noch die gleiche Qualität wie am Produktionsdatum haben. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass die Chips garantiert noch genau so knackig sind.
Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?Auf fast 30 Millionen gerettete Kilo Lebensmittel
Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
"Das erste profitable Food-E-Commerce-Modell Deutschlands ist ein nachhaltiges - so lassen sich Impact und
Profit vereinen"
Redakteurin
Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.
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