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So will Toern das Retourenproblem lösen

Wenn Rücksendungen nicht zurück ins Lager, sondern direkt an den nächsten Kunden gehen, senkt das nicht nur die Kosten für Händler, sondern hilft auch der Umwelt. Aus dieser einfachen Idee entstand das Hamburger Start-up Toern. Wie der Wiederverkaufsprozess genau funktioniert, erklärt Mitgründerin Alena Schneck im Etailment-Interview.

USUlrike Sanz GrossónRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Dadurch sollen Händler nicht nur bis zu 30% der Transport-, Verpackungs- und Prozesskosten sparen, sondern auch die Warenverfügbarkeit in ihrem Shop steigern können. Denn die Retoure wird, noch während sie beim Kunden zu Hause liegt, direkt wieder in den Warenbestand integriert und ist damit für den Abverkauf verfügbar. Im Onlineshop haben Kunden dann die Möglichkeit, sich bewusst für die preisreduzierte und nachhaltige "Re-toern"-Produktvariante zu entscheiden.

KI entscheidet über den Wiederverkauf

Im Fall eines Kaufs sendet der retournierende Kunde den Artikel direkt an den nächsten Käufer, ohne Umwege über das Lager. Der gesamte Wiederverkaufsprozess läuft automatisiert ab.

Doch nicht alle Retouren eignen sich dazu, direkt wieder in den Warenkreislauf zu gelangen. Ob ein digital angemeldeter Retourenartikel tatsächlich neuen Kunden als Kaufoption angeboten wird oder doch zurück ins Lager geht, entscheidet das KI-gestützte System von Toern u.a. auf Basis der Produktart (Unterwäsche eignet sich nicht) sowie angegebener Daten und Bewertungen der Nutzer.

Im Etailment-Interview sagt Toern-Mitgründerin Alena Schneck, in welchen Handelsbranchen sie das größte Potenzial für ihre Lösung sieht und mit welchen großen Onlinehändlern Toern bereits zusammenarbeitet.Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Toern ist eine Softwarelösung, die es Onlineshops ermöglicht, zurückgesendete Artikel ohne Umwege direkt an die nächste Person zu schicken. So spart das Start-up-Partnerunternehmen jede Menge CO2-Emissionen, Verpackungsmaterial und Kosten ein.

Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Toern ist eine Software, die Onlineshops ermöglicht, zurückgesendete Artikel direkt an den nächsten Käufer zu senden. So sparen unsere Partner CO2, Verpackungsmaterial und Kosten. Gemeinsam machen wir Retouren nachhaltiger und effizienter. #Nachhaltigkeit #Effizienz

Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Die Software ist bereits bei den ersten Onlineshops, z.B. Sorbas Shoes und Gooden im Einsatz. Zudem profitiert Toern von starken Partnerschaften mit Unternehmen wie Tchibo, der Otto Group und dem Avocadostore.

Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Die Retourenlösung von Toern ist für alle Onlineshops mit Rücksendungen geeignet, zeigt jedoch die beste Wirkung bei Fashion- und Outdoor-Marken, da dort die Retourenquoten besonders hoch sind.

Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Die wichtigste Erkenntnis seit dem Start war, dass der Markt für nachhaltiges Retourenmanagement weit größer ist als ursprünglich gedacht. Der Green Deal und steigendes Umweltbewusstsein machen Lösungen wie die von Toern unverzichtbar für die Zukunft des E-Commerce.#BN++60230#Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Wir sind besonders stolz darauf, dass unsere Lösung pro Retourenweg 1,8 kg CO2-Emissionen einspart und dafür sorgt, dass weniger Retouren im Müll landen.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
Toern revolutioniert das Retourenmanagement: Nachhaltige Lösung spart Milliarden und reduziert CO2-Emissionen weltweit

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Geschrieben vonUlrike Sanz Grossón

Redakteurin

Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.

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