
Stationärer Buchhandel legt leicht zu
Der stationäre Buchhandel erzielte im vergangenen Jahr ein leichtes Umsatzplus, während der Onlinehandel mit Büchern rückläufig ist, meldet der Börsenverein.
Thomas RehmRedakteurDie Trendwende im Buchmarkt bleibt aus
Insgesamt kam der gesamte Publikums-Buchmarkt im vergangenen Jahr auf eine schwarze Null - und schaffte damit nach zwei Minusjahren nicht die Trendwende. Der Börsenverein lässt monatlich neben dem traditionellen Handel auch den Online-Handel und den Verkauf in Warenhäusern erfassen. Genaue Zahlen sollen erst Mitte des Jahres vorgelegt werden.
Der Buchhandel vor Ort habe nichts an seiner Anziehungskraft verloren, freute sich dennoch der Vorsteher des Börsenvereins, Heinrich Riethmüller. "Viele Kunden möchten das System großer Online-Konzerne nicht mehr unterstützen, das letztlich die Vielfalt auf dem Buchmarkt gefährdet."
Besonders gut verkauften sich im stationären Handel Ratgeber - Hobby, Sport oder Kochbücher: Die Warengruppe steigerte 2013 ihren Umsatz um 5,8 Prozent. Auch bei der Reiseliteratur ging der mit einem Plus von 3,9 Prozent aufwärts. In der Belletristik, der traditionell stärksten Warengruppe, ging 2013 der Umsatz um 1,7 Prozent zurück. 2012 hatte vor allem die Sex-Trilogie "Shades of Grey" das Geschäft angekurbelt.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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