Strauss schließt unprofitable Filialen

Strauss schließt unprofitable Filialen

Die Wohnaccessoires- und Textilkette Strauss Innovation will im Zuge der Sanierung wieder innovativ werden, statt gewöhnlich zu bleiben. Dafür werden unrentable Standorte aufgegeben.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Nicht zukunftsfähige Standorte sollen nach seinen Worten bis zur Mitte des Jahres geschlossen werden. Wie viele Geschäfte genau betroffen sind, sagte Döhmen nicht. Er betonte allerdings, dass mehr als drei Viertel der 96 Filialen profitabel seien. Zur Zahl der bedrohten Arbeitsplätze machte er keine Angaben. Bislang zeigen sich dem Manager zufolge mehr als ein Dutzend - sowohl strategische als auch Finanzinvestoren - "ernsthaft" interessiert, Strauss Innovation zu kaufen.

Döhmen kritisiert zu hohe Mieten

Außerdem kritisiert Hans Peter Döhmen in dem Interview die zu hohen Mieten: "Wir haben uns 20 ausgewählte Filialen angeguckt und dabei festgestellt, dass wir teilweise erheblich, im Durchschnitt sechs Prozent über den Vergleichsmieten liegen. Wir reden da von Beträgen, die sich schon mal im mittleren fünfstelligen Bereich pro Jahr bewegen können", sagte er der Zeitung.

Zudem räumte er Managementfehler in der Vergangenheit ein und nennt als Beispiel die häufigen Rabattaktionen, die die Gewinnspanne aufgefressen hätten: "Frühere Manager haben in der Vergangenheit versucht, das Unternehmen als Discounter zu positionieren. Das war der falsche Weg. Wir wollen exklusiver sein", so Döhmen.

Die künftige Strategie soll so aussehen: "Es gibt eine einfache Messlatte: Der Kunde muss wissen, wofür Strauss steht. Das war zuletzt nicht so, da war Strauss in Teilen gewöhnlich statt innovativ geworden. Das Sortiment muss qualitativ hochwertig, aber bezahlbar sein." Obwohl Strauss eigentlich weg will vom Discounter-Image, springt den Konsumenten beim aktuellen Onlineauftritt zunächst eine 20-Prozent-Rabattaktion ins Auge.  

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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