Streiks bei Amazon und der Post gehen weiter

Streiks bei Amazon und der Post gehen weiter

Die Gewerkschaft lässt auch am Gründonnerstag nicht locker. Die Warnstreiks bei der Deutschen Post und beim Versandhändler Amazon werden fortgesetzt.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Bereits am Mittwoch hatten nach Angaben von Verdi bei bundesweiten Warnstreiks mehr als 10.000 Brief- und Paketzusteller ihre Arbeit ruhen lassen. Sechs Millionen Briefe und 300.000 Pakete blieben liegen.

Hintergrund der Proteste ist im Tarifstreit mit der Post die Forderung der Gewerkschaft nach einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Auf diesem Wege sollen die Beschäftigten dafür entschädigt werden, dass die Post mit der Gründung von regionalen Gesellschaften in der Paketzustellung nach Gewerkschaftsansicht vertragliche Vereinbarungen gebrochen hat. Dort wird weniger gezahlt als der Haustarif.

Amazon wird auch weiter bestreikt

Der Streik beim Internetversandhändler Amazon ist am Donnerstag ebenfalls fortgesetzt worden. In Leipzig beteiligten sich wie in den vorangegangenen vier Tagen in der Frühschicht etwa 200 Mitarbeiter, sagte Thomas Schneider von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Im Laufe des Tages würden es voraussichtlich mehr als 400 sein, was knapp einem Drittel aller Beschäftigten in Leipzig entsprechen würde. Der Streik soll bis zur Spätschicht am Gründonnerstag dauern.

Die Streiks bei Amazon sollen auch an den Standorten in Werne und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) sowie in Bad Hersfeld (Hessen) fortgesetzt werden. Verdi will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen - zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt das ab. In dem Tarifkonflikt kommt es seit Mai 2013 immer wieder zu Arbeitsniederlegungen. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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