
Studie: Billigere Ladenmieten wegen Onlinehandel
Immobilien sind auch im nächsten Jahr als Anlage gefragt. Der Handel muss laut einer Analyse jedoch keine höhere Mieten befürchten.
Björn BöerChefredakteurWeniger Miete für Händler
Wer im nächsten Jahr in Logistikflächen investieren will, muss mit steigenden Preisen rechnen: Auch aufgrund des anhaltenden Wachstums des Onlinehandels sind diese Flächen weiter gefragt. Deshalb stagniere aber die Nachfrage am Markt für Einzelhandelsflächen, lautet die Schlussfolgerung der Berater. "Lediglich in den Luxuslagen bleiben Flächen knapp, alle anderen Lagen der Einkaufsstraßen werden in zunehmend mehr Städten Mietrückgänge verzeichnen", so die Analyse.
Studentenwohnheime als Puffer
Wer in Immobilien investieren will, sollte das Portfolio besser auf die Zeit nach dem Aufschwung vorbereiten, empfehlen die Berater zudem: Der Investmentzyklus am deutschen Markt sei bereits weit fortgeschritten.
Dazu eignen sich laut Savills Investitionen in Immobilien, die möglichst unabhängig von konjunkturellen Schwankungen sind oder die von langfristigen Trends profitieren. "Die fortschreitende Verstädterung, die Alterung der Gesellschaft und die steigende Bedeutung des Bildungssektors sind langfristig wirksame Trends, die sich Immobilieninvestoren zunutze machen können, um zyklische Effekte abzufedern", erläutert Matthias Pink, bei Savills für das Research verantwortlich. Das könnten Senioren- und Studentenwohnanlagen, aber auch Pflegeheime und Hochschulgebäude sein.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
Alle Beiträge