Studie: Online-Strategie kann stationäre Läden retten

Studie: Online-Strategie kann stationäre Läden retten

Schön, wenn einem eine Studie die Sicht auf die Welt bestätigt. Ladengeschäfte in den Innenstädten müssen sich stärker dem Online-Handel öffnen, um im Wettbewerb um Kunden langfristig zu bestehen. Das sagt eine Studie von NCR in Zusammenarbeit mit dem deutschen Marktforschungsunternehmen Smart Research. Darin gaben mehr als 50 Prozent der Befragten an, nicht mehr nur in Ladengeschäften einzukaufen. Multichannel wird zur Pflicht.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Händler in der Innenstadt brauchen eine Online-Strategie. Plattformen wie Luxodo sind da eine Option

Schön, wenn einem eine Studie die Sicht auf die Welt bestätigt. Ladengeschäfte in den Innenstädten müssen sich stärker dem Online-Handel öffnen, um im Wettbewerb um Kunden langfristig zu bestehen. Das sagt eine Studie von NCR in Zusammenarbeit mit dem deutschen Marktforschungsunternehmen Smart Research.

Darin gaben mehr als 50 Prozent der Befragten an, nicht mehr nur in Ladengeschäften einzukaufen. Multichannel wird zur Pflicht.

Das zur Beruhigung der Haptik-Romatiker: 75 Prozent der rund 1000 von NCR Befragten gehen deswegen in Läden, weil sie Produkte direkt anfassen und testen können.

Aber die Kunden wollen auch Click&Collect:  34 Prozent möchten die Möglichkeit haben, Onlinebestellungen im Ladengeschäft in ihrer Nähe abzuholen, um diese vor dem Kauf beispielsweise anprobieren zu können, ohne die Ware erst zusammensuchen zu müssen. 22 Prozent hätten zusätzlich gerne die Option, das Onlineangebot des Unternehmens auch im Laden über eigens eingerichtete, computerbasierte Kiosksysteme abrufen zu können. Mit gutem Grund testet also Runners Point in Läden nun Touchscreen-Terminals. Sie bieten das Gesamtsortiment auf. Der Kunden kann bestellenm, die Ware nach Hause oder in die Filiale  liefern lassen.

Dass der Einzelhandel die Zeichen der Zeit erkennt, bestätigt auch eine Umfrage des HDE. In ihr gaben 13 Prozent der Händler an, im Weihnachtsgeschäft 2012 mehr als zehn Prozent ihres Umsatzes im Internet erwirtschaftet zu haben. Sie konnten sich dadurch wenigstens ein Stück des 7,4 Milliarden schweren Onlineumsatzes in der Weihnachtszeit sichern.

Und: Eine Reihe von Marktplätze schaffen ja immerhin auch für jene Händler eine Option, die sich nicht mit eigenen Webshops hinaus in die Welt wollen. So bieten beispielsweise Kleidoo, Luxodo  oder auch Fashionhub mittelständischen Fashion-Händlern ein digitales Zuhause samt Shop-Plattform. Die Plattformen übernehmen dabei in der Regel die Abwicklung des Bezahlprozesses und besorgt die fotografische Aufbereitung der Produkte. Versand und Retouren sind Sache der Händler.

Wie akut die Wünsche der hybriden Kunden sind, zeigt auch der 2012 veröffentlichte IBM Report „Winning over the empowered consumer“, wonach 25 Prozent aller Befragten mindestens drei verschiedene Technologien zum Einkaufen nutzen. „Ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die zunehmende Anzahl dieser ‚cross-channel Consumer‘ zu erreichen, ist nicht nur die alleinige Präsenz eines Händlers in den verschiedenen Kanälen, sondern die Vernetzung und Konvergenz der einzelnen Kanäle“, erklärt Stefan Clemens, Area Industry Leader Retail & Hospitality bei NCR.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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