
Systemhäuser: Vom Vertrieb zur Beratung
Aufgrund des konjunkturellen Einbruchs orientieren sich Systemhäuser zunehmend in Richtung Service, der reine Handel von Hard- und Software verliert an Bedeutung. Dieser Trend zeichnet sich in einer Markterhebung über die Top-25-Systemhäuser in Deutschland ab.
Thomas RehmRedakteurAls wichtigste Faktoren, die derzeit das Geschäft beeinträchtigen, beurteilten die Befragten den Preisverfall, die Personalkosten, das aktuelle konjunkturelle Klima und den Wettbewerb durch andere Systemhäuser. Als "Hemmschuh" erweise sich auch der gegenwärtige Mangel an Fachkräften und die geringe Qualität der Bewerber.
Im Jahresdurchschnitt 2000 beschäftigten die 25 größten deutschen Systemhäuser rund 21.500 Mitarbeiter - ein Plus von knapp 20% gegenüber dem Vorjahr. Bezogen auf den Tätigkeitsschwerpunkt hat der Großteil der Mitarbeiter (38%) einen technisch orientierten Auftrag. Die Zahl der Berater liegt bei fast 21%, vor jeweils gut 19% IT-Dienstleistern in Vertriebs- und Management-Abteilungen.
Zwei Trends lassen sich laut Markterhebung gegenwärtig ausmachen: So orientieren sich die Systemhäuser zunehmend in Richtung Service, der reine Handel von Hard- und Software verliert an Bedeutung. Nur in der Abkopplung von den Produktzyklen der Hersteller können die Unternehmen den derzeitigen konjunkturellen Einbruch kompensieren und technisches Know-how sowie Kundenorientierung bei der Optimierung von IT-Infrastrukturen als Trümpfe ausspielen. Als zweiter Trend gilt das Streben nach Größe aus: 84% der Befragten glauben, dass künftig nur große, überregional operierende Systemhäuser mit komplettem Angebotsspektrum eine Überlebenschance haben und sich daneben nur einige kleine Spezialisten in Marktnischen etablieren können. (ST)
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Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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