Car-Sharing 2.0: Wenn das Auto vom Nachbarn kommt

Car-Sharing 2.0: Wenn das Auto vom Nachbarn kommt

Zugang wird wichtiger, nicht der Besitz. Davon profitieren Sharing-Lösungen. Davon profitieren Autohersteller wie Daimler mit Smart als “Car-to-go“, also “Auto zum Mitnehmen” oder BMW mit seinem Car-Sharing-Projekt Drive Now. Doch geteilt wird dabei ein Auto des Herstellers. Doch den eigenen Besitz teilen? Des deutschen liebstes Kind? Was bei Wohnungen mit Modellen wie Airbnb funktioniert, soll auch mit dem Auto klappen. Gemeinsam das eigene Auto mit Freunden, Nachbarn oder Unbekannten teilen...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Zugang wird wichtiger, nicht der Besitz. Davon profitieren Sharing-Lösungen. Davon profitieren Autohersteller wie Daimler mit Smart als “Car-to-go“, also “Auto zum Mitnehmen” oder BMW mit seinem Car-Sharing-Projekt Drive Now. Doch geteilt wird dabei ein Auto des Herstellers. Doch den eigenen Besitz teilen? Des deutschen liebstes Kind?

Was bei Wohnungen mit Modellen wie Airbnb funktioniert, soll auch mit dem Auto klappen. Gemeinsam das eigene Auto mit Freunden, Nachbarn oder Unbekannten teilen. In den USA aber auch in Frankreich testen gleich mehrere Start-ups den Markt dafür, aber auch hierzulande stehen bereits Anbieter bereit.

Eines der für deutsche Verhältnisse wohl angenehmsten Modelle  kommt aus San Francisco von Getaround. Während andere Anbieter auf eine schlüssellose Fahrzeugübergabe per App bauen, können Mieter und Vermieter bei dem Modell von Gründerin  Jessica Scorpio die  Schlüssel von Angesicht zu Angesicht tauschen. Das erhöht das Vertrauen. 

Eine deutsche Variante des Airbnb für Autos nennt sich beispielsweise rent-n-roll. Die Gründer Ingo Struckmeyer, Ralf Struckmeyer und Oliver Skopec wollen damit in jeder deutschen Großstadt eine Rent'n'Roller-Community aufbauen. 

Nutzer können ihren PKW auf der Plattform anbieten und das Angebot mit Bildern gestalten. Über eine digitale Landkarte ist der Standort des Fahrzeuges erkennbar. Bewertungen der Fahrzeuge zeigen, welche Erfahrungen andere User möglicherweise bereits gemacht haben. Der Fahrzeugzustand wird gemeinsam protokolliert, das Fahrzeug ist zudem über die Plattform versichert.  Die Zahlungsabwicklung läuft via PayPal.

Sicherlich ein Modell mit Zukunft, das aber einen langen Atem braucht. Denn bis die Deutschen ihr Auto einem Fremden in die Hand geben,  muss jenseits des Vertrauens in den Prozess und die Sicherheit auch noch ein Bewusstseinswandel bei den Besitzern eintreten.  Obendrein stellt sich die Frage, in wie weit solche Peer-to-Peer-Lösungen angesichts der Transaktionenkosten für Plattform und Nutzer im Wettbewerb mit den anders kalkulierbaren Sharing-Modellen der Autohersteller wettbewerbsfähig sind. 

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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