
Fab.com: Mit gigantischem Wachstum auf dem Weg zum Amazon für Design
Der Design-Shopping-Club Fab.com, der erst kürzlich das deutsche Pendant Casacanda (über 250.000 aktive Mitglieder) übernommen hat und hierzulande unter Fab.de präsent ist, legt ein gigantisches Wachstumstempo hin. Im Februar 2011 von Jason Goldberg und Bradfrod Shane Shellhammer gegründet, hat die Plattform nun 3 Millionen Nutzer weltweit. Fab.com, das 2012 100 Millionen US-Dollar Umsatz anpeilt, dürfte damit zu den am schnellsten wachsenden E-Commerce-Plattformen zählen. Wohl auch, weil sie...
Der Design-Shopping-Club Fab.com, der erst kürzlich das deutsche Pendant Casacanda (über 250.000 aktive Mitglieder) übernommen hat und hierzulande unter Fab.de präsent ist, legt ein gigantisches Wachstumstempo hin. Im Februar 2011 von Jason Goldberg und Bradfrod Shane Shellhammer gegründet, hat die Plattform nun 3 Millionen Nutzer weltweit.
Fab.com, das 2012 100 Millionen US-Dollar Umsatz anpeilt, dürfte damit zu den am schnellsten wachsenden E-Commerce-Plattformen zählen. Wohl auch, weil sie nicht allein in Abverkaufskategorien denken, sondern ganz bewusst auf eine großspurige Unternehmensvision setzen und ein übergeordnetes Markenversprechen verfolgen.
Als globale Marken zum Synonym für Design werden, das ist die Vision der Gründer. Nicht irgendein weiterer Shop will man sein, sondern das Amazon für Design. Der Anspruch an die eigene Plattform richtet sich dabei nicht an simplen Produkt-, Sortiments-, Preis- oder Qualitätsversprechen aus, sondern orientiert sich am Apple-Prinzip, die Welt verbessern zu wollen. "Make people smile" lautet das Unternehmenscredo. Kleinmütig geht anders.
Aus so einer Maxime lassen sich aber eben auch ganz andere Handlungsmuster im Umgang mit Kunden und der eigenen Plattform ableitet. So kann eine ganz eigene Kultur entstehen. Und das honoriert der Kunde. Ein paar Zahlen:
- In neun Monaten wurden mehr als eine Million Produkte verkauft.
- 3703 Produkte werden pro Tag verkauft
- 154 Producte pro Stunde gehen an den Kunden.
Natürlich gehören zum Erfolg auch Nebeneffekte, wie das Investment des Hollywood-Stars Ashton Kutcher, das zusätzlich Aufmerksamkeit erzeugte.
Fab.com setzt daneben aber auch auf eine klare Service-Orientierung, eben "Make people smile", die Vernetzung der Kunden, ansprechende M-Commerce-Lösungen und vor allem darauf, dass es darin investiert, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Davon wiederum profitiert dann die Mundpropaganda im Web. Vertrauenswürdige Marken empfiehlt man seinen Freunden "gerner" weiter. Inzwischen erweitert Fab.com sein Sortiment mit schönen Dingen auch um Spezialkategorien wie Mode und Food.
Mit Bamarang aus dem Haus Rocket Internet und dem Ende Februar gestarteten Monoqi, hinter dem unter anderem Christophe Maire vonAtlantic Ventures steht, gibt es in Deutschland bislang zwei ernstzunehmende Mitbewerber.
The Fab Story After 9 Months - London Web Summit April 19, 2012Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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