
Tedi will kräftig expandieren
Die Tengelmann-Tochter Tedi wächst rasant und will die Zahl ihrer Filialen verdoppeln. Bei allen Discountern ist ein Strategiewechsel auszumachen, stellen Experten fest.
Björn BöerChefredakteurDie Tengelmann-Gruppe ist bereits mit ihren Ketten Kik und Woolworth im Handel mit Billigtextilien aktiv. Anfang Mai hatte der Handelskonzern über die HH Holding das insolvente Warenhaus Woolworth übernommen und einen Ausbau der Filialen angekündigt.
Billigketten gehen in die Innenstädte
Experten sehen einen Wandel des Segments: Zunehmend suchen die Ketten gefragtere Lagen in den Innenstädten. "Mittlerweile beobachten wir einen deutlich gesteigerten Professionalisierungsgrad mit festen Konzepten und einer klar definierten Strategie", sagte Olaf Roik vom Handelsverband Deutschland (HDE) dem Blatt.
Auch das Sortiment besteht immer seltener aus Sonder- und Restposten. Stattdessen wird im großen Stil bei spezialisierten Billigwaren-Herstellern in Asien eingekauft.
Der Braunschweiger Marketing-Professor Wolfgang Fritz sieht einen Wandel des Segments. Zunehmend suchten die Ketten gefragtere Lagen in den Innenstädten.
Fritz schätzt, dass die hierzulande 2.000 bis 2.500 Ein-Euro-Läden auf zusammen rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz kommen. Beschäftigt würden 8.000 bis 10.000 Mitarbeiter, viele davon in Teilzeit.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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