
Teilerfolg für Karstadt-Bieter Berggruen im Mietstreit
Ist das der Anfang vom Ende des Karstadt-Dramas? In London billigte eine wichtige Gläubiger-Gruppe des Konsortiums Highstreet den Mietvertrag mit Karstadt-Bieter Berggruen.
Thomas RehmRedakteurLesen Sie hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Karstadt-Poker.
Weiter offen ist jedoch die Zustimmung der Mezzanine-Gläubiger als zweite Gruppe. Erst wenn beide Gruppen zugestimmt haben, können die Mietverträge zwischen Highstreet und dem Karstadt-Investor Nicolas Berggruen geschlossen werden.
Mezzanine ist eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Lesen Sie hier, welche Rolle Mezzanine-Kredite im Karstadt-Poker genau spielen.
Zweite Gruppe muss einstimmig entscheiden
Die Mezzanine-Investoren, darunter große Hedgefonds, müssen einstimmig entscheiden. Daher gilt diese Abstimmung als die schwierigste Hürde auf dem Weg nach einer Einigung. Nach dpa-Informationen soll derzeit nur noch ein Investor die Zustimmung verweigern.
Derweil hat Insolvenzverwalter von Karstadt, Klaus Hubert Görg, den Gläubigerausschuss für den Donnerstagabend zu einer Sitzung in die Karstadt-Hauptverwaltung eingeladen.
Sollte es im Laufe des Tages keine Einigung mit dem Karstadt-Vermieter Highstreet über die geforderten Mietsenkungen geben, werde Görg den Mitgliedern auch ein Szenario zur Zerschlagung von Karstadt präsentieren.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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