Tom Tailor expandiert kräftig weiter

Tom Tailor expandiert kräftig weiter

Der Modekonzern Tom Tailor steigert seinen Konzernumsatz dank neuer Läden im ersten Halbjahr 2011 um knapp 20 Prozent. Nun wollen die Hamburger auch den polnischen Markt erobern.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Im Segment Retail – die Zahl der eigenen Filialen erhöhten die Hamburger im ersten Halbjahr von 57 auf 215 – stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 63,1 Prozent auf 36 Millionen Euro. Flächenbereinigt wuchs das Segment im zweiten Quartal um 11,1 Prozent. "Damit erzielte es das zehnte aufeinander folgende Quartal ein Umsatzwachstum auf vergleichbarer Fläche", meldet das Modeunternehmen. Insgesamt legte das Segment Retail in der ersten Jahreshälfte um 50,1 Prozent auf 63,5 Millionen Euro zu.

Überdurchschnittliches Wachstum

Das Großhandelssegment Wholesale verzeichnete im gleichen Zeitraum ein Umsatzplus von 7,7 Prozent auf 113,1 Millionen Euro. "Mit einem flächenbereinigten Wachstum von 7,1 Prozent im ersten Halbjahr übertraf Tom Tailor erneut das Marktwachstum des inländischen Textilhandels von zwei Prozent", erklärt das Unternehmen.

"Nach einem guten Jahresauftakt hat sich unser Wachstum im zweiten Quartal beschleunigt. Flächenbereinigt hat Tom Tailor kräftig zugelegt und das durchschnittliche Wachstum des deutschen Textilmarktes deutlich übertroffen", freut sich Dieter Holzer, Vorstandsvorsitzender der Tom Tailor Holding AG. "Wir werden auch im zweiten Halbjahr 2011 konsequent weiter expandieren und unsere Flächen in Deutschland und unseren europäischen Kernmärkten Österreich, Schweiz, den Niederlanden und den Benelux-Staaten ausbauen." Ferner werde der Modehändler in Polen erste Filialen eröffnen.

Beschaffungskosten normalisieren sich

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) habe sich im ersten Halbjahr trotz weiterhin hoher Rohstoffkosten von 6,2 Millionen Euro auf 10 Millionen Euro verbessert. "Nachdem das erste Quartal noch durch hohe Frachtkosten belastet wurde, normalisierten sich im zweiten Quartal die Beschaffungskosten", heißt es dazu. Tom Tailor habe im zweiten Quartal von einem höheren Rohertrag, einem umsatz- und ergebnisstarken Ostergeschäft sowie positiven Effekten aus der Umsetzung der Wachstumsstrategie profitiert

"Wir sind nach dem ersten Halbjahr auf einem guten Weg, unsere Umsatz- und Ergebnisziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Die Situation auf den Rohstoffmärkten hat sich im zweiten Quartal entspannt, und unsere im ersten Quartal vollzogenen Maßnahmen zur Verbesserung unserer Profitabilität greifen", erläutert Holzer. "Unsere Planungen sehen einen deutlichen Anstieg des EBITDA im traditionell stärkeren dritten und vierten Quartal vor."

Wie sich die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten auf die Konjunktur und das Konsumentenverhalten im weiteren Jahresverlauf auswirken werden, sei derzeit allerdings nicht absehbar. Für das Gesamtjahr 2011 strebe das Unternehmen unverändert einen Umsatz von mindestens 400 Millionen Euro und einen Anstieg des EBITDA auf 48 bis 51 Millionen Euro an.

Über Tom Tailor

Die Tom Tailor-Gruppe bietet Mode und Accessoires für Herren, Damen, Jugendliche und Kinder im mittleren Preissegment an. Für jede Produktlinie werden jährlich jeweils 12 Kollektionen entwickelt, hinzu kommen 19 Lizenz-Produktgruppen. Die Gruppe entwickelt und vertreibt ihre Kollektionen durch die Segmente Wholesale und Retail.

Per Ende Juni 2011 war die Gruppe in 215 eigenen Tom Tailor-Filialen, dem Tom Tailor Onlineshop, 155 Franchise-Geschäften, 1.552 Shop-in-Shop-Flächen, mehr als 4.500 Multi-Label-Verkaufsstellen und somit an rund 6.000 Verkaufsstellen in 35 Ländern vertreten, wirbt das Unternehmen.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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